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Wie Blattdüngung wirkt

Bei der Blattdüngung werden die Nährstoffe direkt auf die Blätter der Kulturpflanzen appliziert. Diese Art der Düngung ist besonders geeignet, um kurzfristig auftretenden Nährstoffmangel schnell zu beseitigen. Temporäre Mangelsituationen entstehen vor allem durch:

  • Trockenheit, die zu einer Nährstofffixierung im Boden führt.
  • Eine insgesamt ungenügende Nährstoffversorgung des Bodens und damit auch der Pflanze.
  • Eine zu langsame Nachlieferung von Nährstoffen (Mineralisation) in Zeiten starken Biomassewachstums.

Akute Hilfe und Rundumversorgung

Pflanzen nehmen die von ihnen benötigten Nährstoffe prinzipiell über die Wurzeln auf. Bei den Hauptnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg) und Schwefel (S) kann die Blattdüngung lediglich zur Abdeckung temporärer Bedarfsspitzen eingesetzt werden. Anders bei den Spurennährstoffen Bor (B), Eisen (Fe), Mangan (Mn), Molybdän (Mo), Kupfer (Cu) und Zink (Zn): Hier ist eine Versorgung der Pflanze ausschließlich über die Blätter und damit die Blattdüngung möglich.

Erfolgreiche Blattdüngung benötigt gelöste Nährstoffe

Die Aufnahme von Nährstoffen über die Blätter erfolgt durch Diffusion. Das setzt voraus, dass die Nährstoffe in gelöster Form vorliegen. Bei wasserlöslichen Salzen, wie sie in EPSO-Produkten enthalten sind, und unpolaren Stoffen (Chelate, Harnstoff), ist dies der Fall. Suspensionen sind für eine schnelle Aufnahme über das Blatt wenig geeignet, da zu deren Herstellung wasserunlösliche Bestandteile wie beispielsweise Magnesiumhydroxid oder elementarer Schwefel feinst vermahlen und mit Wasser vermischt werden. Die in Suspensionen enthaltenen Nährstoffe sind daher nicht oder nur unzureichend wasserlöslich – und demzufolge kaum für die Pflanze nutzbar.

 

Voraussetzung für die Diffusion der Nährstoffe in die Pflanze ist eine ausreichend feuchte Blattoberfläche. Um das Austrocknen des Spritzfilms auf der Blattoberfläche zu vermeiden, sollte vorzugsweise in den Abendstunden gespritzt werden. Die nächtliche Taubildung hält den Pflanzenbestand feucht und ermöglicht eine gute Nährstoffaufnahme und hohe Wirksamkeit. Bereits ausgetrocknete Spritzbeläge werden durch die Taubildung wieder gelöst und die Diffusion ins Blatt setzt sich fort.

 

Zur optimierten Benetzung der Blattoberfläche können Benetzungsmittel eingesetzt werden. Diese sind oftmals als Formulierungshilfe in Pflanzenschutzmitteln enthalten. Da die Blattdüngung in der Regel zusammen mit der Applikation von Fungiziden oder Insektiziden erfolgt, sollten die Herstellerempfehlungen bezüglich Konzentration und Mischbarkeit der Komponenten beachtet werden. Auch kleine Mischtests sind empfehlenswert.

 

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