24. August 2010

Fotostrecke: Die Welt der Kartoffel

Die Welt der Kartoffel von A wie Anbau über D wie Düngung und M wie Mangelsymptome bis zu Z wie Züchtung – in einer vielseitigen, farbenprächtigen Fotostrecke.

 

Fotos: K+S KALI GmbH

 

Bitte klicken Sie auf das erste Bild, um sich anschließend über die Pfeile im vergrößerten Fenster durch die Fotostrecke unserer Dokumentation zu klicken.

Kartoffeln haben einen hohen Anspruch an Kalium, das mengenmäßig von allen Nährstoffen am stärksten von den Pflanzen aufgenommen wird. Aber auch Magnesium, Mangan und Bor sind wichtige Nährstoffe für mehr Ertrag und optimale Qualität.

 

Das Pflanzgut für Frühkartoffeln wird in der Regel vor der Pflanzung vorgekeimt.

Für das Vorkeimen verwenden einige Landwirte Vorkeimsäcke (Bild) – andere nutzen Vorkeimhäuser oder verzichten ganz auf das Vorkeimen.

Die Kartoffelpflanzung findet im Frühjahr nach den Eisheiligen statt, da die Knolle gegen Frost und Kälte extrem empfindlich ist.

 

Kartoffeln werden in allen Anbausystemen in Dämme gepflanzt. Das Setzen der Pflanzkartoffeln übernimmt eine spezielle Legemaschine.

Die Legemaschine setzt die kleinen Kartoffelknollen im Abstand von ca. 30 cm in eine Tiefe von 8 bis 10 cm, verschließt den bis auf diese Tiefe fein bearbeiteten Ackerboden wieder und häufelt einen Damm an.

Im Idealfall sollten Landwirte und Fachberater regelmäßig den Zustand des entsprechenden Bodens kontrollieren, da Kartoffeln hohe Ansprüche an diesen haben.

 

Die Kartoffel gedeiht auf nahezu allen Böden. Um den ständig wachsenden Anforderungen an Ertrag und Qualität gerecht zu werden, ist eine ausgewogene Düngung unumgänglich. Sei es vor dem Pflanzen der Kartoffeln, kurz nach dem Pflanzen oder wenn die Kartoffelpflanzen bereits gut entwickelt sind.

Der Landwirt sollte zu jeder Zeit den Gesundheitszustand seiner Kartoffelpflanzen kontrollieren, um frühzeitig gegen Mangelerscheinungen vorgehen zu können.

Sollte dennoch Kaliummangel auftreten, wird dies zunächst an älteren Blättern sichtbar, später greifen die Mangelsymptome auch auf jüngere Pflanzenteile über.

 

Magnesium wird im Laufe der Vegetation wesentlich später aufgenommen als Kalium. Stressbedingungen (Kälte, Trockenheit, etc.) können die Mg-Aufnahme aus dem Boden erheblich einschränken, wodurch es zu Engpässen in der Mg-Versorgung und schließlich zu Mg-Mangelerscheinungen kommen kann.

Mit allen Nährstoffen gut versorgte Kartoffelreihen.

Während der Blüte zeigen sich Kartoffeln in ihrer schönsten Pracht.

 

Weltweit gibt es mittlerweile über 4.000 bis 5.000 Kartoffelsorten. Diese sind aufgrund der vielen verschiedenen Verwendungszwecke und der geographisch weit auseinander liegenden Anbaugebiete gezüchtet worden. Ständig werden neue, verbesserte Sorten entwickelt.

Haben unsere Großeltern noch mühsam die Kartoffeln aus der Erde geklaubt, werden Kartoffeln heute meistens mit technisch hochentwickelten Vollerntemaschienen geerntet.

Im nächsten Arbeitsschritt werden Kartoffeln von Hand sortiert. Wichtiger Aspekt hierbei ist, dass alle verletzten Knollen und solche mit offensichtlichen Krankheitssymptomen aussortiert werden. Gleichzeitig werden Steine entfernt.

 

Kartoffelanlieferung beim Verarbeiter. Kartoffeln finden als Nahrungs- und Futtermittel sowie zur Herstellung von Stärke und Alkohol Verwendung.

Kartoffeln werden in dunklen, gut belüfteten Lagerstätten bei fünf bis zehn Grad Celsius und etwa 90 Prozent Luftfeuchtigkeit gelagert. Des weiteren verhindert eine niedrige Schütthöhe schädliche Druckstellen.

Auch Spurenelement-Mangel führt zu Ertrags- und Qualitätsverlusten. Das Beispiel zeigt Bormangel.

 

Ein Kaliummangel kann bei Kartoffeln zu Schwarzfleckigkeit führen.

Die Anbautechniken weltweit sind sehr unterschiedlich, je nach Wachstums- und Marktbedingungen. (Foto: Indonesien)

In den Anden, Zentralafrika und dem Himalaja werden Kartoffeln hauptsächlich von Hand angebaut. Ansonsten ist der Anbau in den meisten Regionen mechanisiert worden. (Foto: Kartoffelernte in Ägypten)

 

Generell gilt: Eine ausgewogene Nährstoffversorgung sichert neben dem Ertrag auch die Qualität der Kartoffeln. Kalium, Magnesium und Schwefel spielen hierfür eine wichtige Rolle.

 

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