1. Oktober 2009
Zur Potato Europe in Emmeloord, Niederlande, wurden in Gefäßversuchen für alle im Kartoffelbau relevanten Nährstoffe Mangelerscheinungen induziert. Für N-, P-, K-, S-, B-, Mn- und Zn-Mangel stellte sich die bekannte Symptomatik ein. Beim Magnesiummangel zeigte sich ein zusätzlicher Befall mit Alternaria.
Der Schimmelpilz Alternaria tritt in 2 Spezies auf, der frühen, oft Anfang Juli zu bonitierenden Form Alternaria solani sowie der später infizierenden Alternaria alternata. Auf den Kartoffelblättern sind nach Infektion dunkelbraune bis schwarze Blattflecken angesiedelt. Ertragsausfälle von 20–30% können z.B. bei späten Sorten nach Befall mit solani die Folge sein. 2009 schuf mit hohen Temperaturen und regional ausreichender Feuchtigkeit günstige Bedingungen für die Dürrfleckenkrankheit. Infektionen treten zudem auch in Abhängigkeit von Sorten und allgemeinen Stressfaktoren auf. Hierzu zählt besonders eine unzureichende Nährstoffversorgung.
Während im Gefäßversuch bei allen im Mangel befindlichen Nährstoffen zu Kartoffeln die entsprechenden Mangelsymptome, nicht jedoch zusätzliche Infektionen sichtbar wurden, ragte in dieser Hinsicht die Magnesiummangelpflanze deutlich heraus. Auffällig war, dass nur hier unter Mangelbedingungen Alternaria solani in ausgeprägter Form das Kartoffelkraut besiedelt hatte, wie nachfolgende Bilder belegen:
Für die Praxis bedeutet dieses, vermehrt auf die Magnesium-Versorgung der Kultur zu achten, eine bedarfsgerechte Zufuhr ist in mineralischer Form durch Applikation von Patentkali und ergänzender Blattdüngung mit 5x10 Kg ha-1 EPSO Microtop gegeben. Neben den vielfältigen Wirkungen auf Ertrag und Qualität wird so auch der Befall mit Alternaria reduziert.
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