31. Juli 2009

Blattdüngung zu Zuckerrüben bei akuten Nährstoffdefiziten

Beim Anbau von Zuckerrüben kann es im Verlauf der Vegetationsperiode vorübergehend zu akuten Nährstoffdefiziten kommen, insbesondere an Mikronährstoffen. Als Ursache ist beispielsweise Trockenheit zu nennen. In diesen Mangelsituationen stellt die Blattdüngung ein wertvolles Instrument zur effektiven und kostengünstigen Behebung solcher Nährstoffdefizite dar.

 

Nährstoffdefizite bei Trockenheit oder hohem pH-Wert

Die Zuckerrübe kann mit ihren tief reichenden Wurzeln Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen. Aber die Nährelemente der nährstoffreichen obersten Bodenschicht stehen unter trockenen Bedingungen nicht zur Verfügung. Mikronährstoffe wie Mangan und Bor werden bei Trockenheit oder bei hohen pH-Werten im Boden festgelegt. Als Folge treten Mangelsymptome am Blattapparat auf.

 

Mangelsymptome der Zuckerrübe

An Zuckerrüben ist Bormangel durch rissige, schorfig-braune Stellen an den Blattstielen zu erkennen. Der Transport von Assimilaten in den Rübenkörper wird bei Bormangel behindert und folglich der Zuckerertrag gemindert. Später stirbt der Vegetationskegel ab, es kommt zur bekannten Herz- und Trockenfäule am Rübenkörper.

Bormangel bei Zuckerrüben

Bormangel bei Zuckerrüben

Bormangel bei Zuckerrüben

 

Manganmangel äußert sich durch chlorotische Aufhellungen zwischen den Blattadern und schränkt damit die photosynthetisch aktive Blattfläche ein. Bor- und Manganmangel werden zuerst an den jüngeren Blättern sichtbar, weil beide Nährstoffe nicht aus älteren Blättern in jüngere Blätter umverlagert werden können.

Manganmangel bei Zuckerrüben

Manganmangel bei Zuckerrüben

Manganmangel bei Zuckerrüben

 

Blattdüngung sichert Erträge von Zuckerrüben

Neuere Untersuchungen der Universität Bonn haben gezeigt, dass Bor nach einer Blattapplikation von der Pflanze – wenn auch nur in begrenztem Umfang – transloziert, d.h. verlagert werden kann. Eine Blattdüngung kann demnach den Mangel am bestehenden Blattapparat gut korrigieren. Jedoch muss diese Maßnahme bei längerem Anhalten der Mangelsituation, z.B. durch anhaltende Trockenheit, zur Versorgung neu gebildeter Blätter wiederholt werden.

 

Die Mangan-Blattdüngung führt zu einem Wiederergrünen der betroffenen Blattfläche, die damit wieder zur Ertragsbildung beitragen kann. Eine Bor-Blattapplikation beugt dagegen einer weiteren Schädigung der Leitgefäße vor und verhindert damit eine noch deutlichere Minderung des Zuckerertrags. Auf eine rechtzeitige Applikation dieser Nährstoffe, d.h. zu Beginn länger anhaltender Trockenphasen bzw. vor Symptomausprägung, ist daher unbedingt zu achten.

 

Düngeempfehlung

EPSO Microtop enthält diese wichtigen Mikronährstoffe. Mit dem wiederholten Anwenden von EPSO Microtop ab Reihenschluss in Kombination mit Fungizidanwendungen sind die Erträge von Zuckerrüben gesichert.

 

Weitere Informationen zur EPSO Top-Blattdüngung

 

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