17. Dezember 2008
Kali wird bergmännisch aus Lagerstätten gewonnen und ist im Gegensatz zu Stickstoff (N) eine knappe Ressource. Die weltweite Nachfrage nach Kali-Düngern ist sehr groß. Die Preise werden auf dem Weltmarkt gemacht.
K+S KALI GmbH investiert intensiv in die Gewinnung von Rohstoffen und deren Verarbeitung, ebenso in die Forschung und Anwendungsberatung.
Wirtschaftsdünger spielen eine große Rolle im landwirtschaftlichen Nährstoffkreislauf. Besonders in vieharmen Regionen können die notwendigen Pflanzennährstoffe nicht vollständig aus Wirtschaftsdüngern bereitgestellt werden, sondern müssen durch mineralische Düngung ergänzt werden (bes. Kalium [K], Magnesium [Mg] und Schwefel [S]). Es geht nicht um ein „Entweder-Oder“, sondern um eine bedarfs- und umweltgerechte Nutzung beider Nährstoffquellen.
Aufgrund der hohen Nährstoffentzüge v.a. durch Hackfrüchte kommt es im Oberboden schnell zu einer Verarmung an K. Mg und S können zudem durch Niederschläge in tiefere Bodenschichten verlagert werden und sind für die Kulturen nicht mehr verfügbar. Bei Kartoffeln kann es deshalb schon nach einem Jahr ohne Grunddüngung zu Ertrags- und Qualitätseinbußen kommen, wie etwa Schwarzfleckigkeit bei Kartoffeln.
Ja! Bedingt durch die Trockenheit im Wurzelbereich können Nährstoffe nur unzureichend mit dem Transpirationsstrom in die Pflanze aufgenommen werden. Bei K kommt noch hinzu, dass der Nährstoff unter Trockenbedingungen fester im Boden „fixiert“ wird und deshalb für die Pflanzenwurzel unerreichbar bleibt. Im Rahmen der Klimaveränderung betrifft dies auch Teile von Deutschland, wo die zunehmende Frühsommertrockenheit große Probleme bereitet. Durch eine gute K-Bodenversorgung ist die K-Konzentration in der Bodenlösung auch bei begrenzter Wasserverfügbarkeit für die Pflanzen ausreichend.
Diese Weisheit gilt nach wie vor. K ist der wichtigste Nährstoff für den Wasserhaushalt der Pflanze: Er steuert das Öffnen und Schließen der Blattporen, die für die Wasserabgabe an die Luft zuständig sind. Darüber hinaus ist K für die Wasseraufnahme der Zellen verantwortlich. Gut mit K versorgte Pflanzen brauchen weniger Wasser, um die gleiche Biomasse zu erzeugen wie K-Mangelpflanzen.
K, Mg und S spielen neben der Ertragssicherung eine wesentliche Rolle für die Qualität landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Produkte. Der Landwirt trägt als verantwortungsvoller Produzent entscheidend dazu bei, dem Verbraucher hochwertige Lebensmittel anbieten zu können, denn Geschmack, Aussehen und wichtige Inhaltsstoffe können gezielt durch die mineralische Düngung gefördert werden.
Links Kaliummangel bei Kartoffeln,
rechts gute Kaliumversorgung
Zahlreiche Versuche im In- und Ausland belegen immer wieder die positive Wirkung der Grunddüngung auf wichtige Qualitätsparameter:
Nein, denn jeder Nährstoff hat ganz bestimmte Wirkungen und Funktionen in der Pflanze. Nährstoffe lassen sich also nicht gegenseitig ersetzen. Entscheidend ist das richtige Verhältnis der Nährstoffe zueinander. Einseitig zuviel N kann weder den Ertrag noch die Qualität verbessern. Zahlreiche Feldversuche haben auch ergeben, dass K die Aufnahme von N durch die Pflanze verbessert und damit einen Luxuskonsum bzw. N-Verluste minimieren kann. S wirkt in die gleiche Richtung. Eine ausgewogenen Nährstoffversorgung ist daher unerlässlich!
In den letzten Jahren hat die Forschung die Bedeutung von Nährstoffen für die Pflanzengesundheit erkannt. Es gilt heute als gesichert, dass K und Mg an zahlreichen Prozessen der Krankheits- und Schädlingsresistenz beteiligt sind. Besondere Bedeutung bei diesen Vorgängen hat offensichtlich S, der sich in vielen pflanzeneigenen Substanzen wiederfindet, die unmittelbar mit der Abwehr von Krankheiten und Schädlingen zu tun haben. So spielen z.B. S-haltige Phytoalexine eine wichtige Rolle bei der Resistenz gegenüber Schadpilzen und Bakterien.
Bis in die 1980er Jahre wurde S durch Verbrennungsprozesse (Hausbrand, Verkehr und Kohlekraftwerke) in großen Mengen in die Atmosphäre und damit zu den Kulturpflanzen gebracht. Durch strengere Gesetzesauflagen und den Fortschritt der Abgasreinigung sind die S-Emissionen drastisch gesunken. Da die von den Pflanzen benötigte S-Menge etwa so hoch ist wie die an Mg, kam es in den vergangenen Jahren zu deutlichem S-Mangel in vielen Böden. Besonders wichtig ist eine zusätzliche S-Düngung bei Kulturen mit starkem S-Bedarf, wie etwa Raps und Kohlarten, aber auch für die Proteinqualität von Getreide.

Düngungsempfehlungen für einzelne Kulturen
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