
21. Juni 2010
Vom 15. bis 17. Juni 2010 fanden die DLG-Feldtage auf dem Rittergut Bockerode bei herrlichem Wetter regen Zuspruch. An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen die am Stand der K+S Gruppe häufig gestellten Fragen.
Die Preise sind bis Oktober 2010 festgelegt, darüber hinaus können zum momentanen Zeitpunkt noch keine Aussagen getroffen werden.
Der Kalipreis richtet sich nach der Nachfrage, die wieder stark angezogen hat, und nicht nach dem Getreidepreis. Dies gilt im Übrigen nicht nur für unsere Produkte, sondern hat Allgemeingültigkeit. Auch der KAS-Preis beispielsweise ist erst gesunken, nachdem die Nachfrage, bedingt durch niedrige Harnstoffpreise, rückläufig war.
Ein höherer Magnesiumsulfatgehalt geht mit höherer Instabilität des Kornes einher und erhöht den Staubgehalt beträchtlich. Lediglich in Verbindung mit Kaliumsulfat kann der Mg-Gehalt erhöht werden, zum Beispiel mit Patentkali.
Chlorid senkt den Stärkegehalt, so dass ein Einsatz bei Speisekartoffeln möglich ist. Keineswegs sollten jedoch Stärke-, Chips- und Frühkartoffeln chloridisch gedüngt werden. Bei diesen Produktionsrichtungen ist Patentkali die passende Sorte.
Neben den am häufigsten eingesetzten Ammoniumsulfaten (ASS, SSA, Ureas, Piamon u.a.) gibt es auch Kaliumsulfat (Patentkali) und Magnesiumsulfat (ESTA Kieserit) sowie Calciumsulfate. Abzuraten ist von elementarem Schwefel, da er erst oxidiert werden muss, bevor er aufgenommen wird. Zudem wirkt er stark versauernd.
Im letzten Jahr hatten wir genauso wie in diesem Jahr optimale Wachstumsbedingungen, vor allem ausreichend Wasser. Wenn Ihre Flächen mindestens in Versorgungsstufe C sind, kann Getreide ein Aussetzen in der Regel verkraften, problematischer wird es bei den Blattfrüchten. Nähere Untersuchungen hierzu gibt es von der TLL in Jena.
Die Kaliumfixierung ist eine feste Bindung an Tonminerale und steht in einem engen Zusammenhang mit dem Tonanteil des Bodens, dessen Tonmineralgarnitur (Zweischicht- Dreischicht) sowie der Kaliumsättigung. Bei einer ausreichend hohen Kaliumsättigung ist die Fixierungsgefahr verhältnismäßig gering. Sie tritt besonders stark auf trockenen Standorten bzw. nach anhaltender Trockenheit in Erscheinung. Sind derartige Böden, z.B. durch jahrelanger Unterversorgung allmählich an Kalium verarmt, so füllt selbst eine sehr hohe Düngegabe zu allererst die sogenannten „Kaliumlöcher“ in den Zwischenschichten. In solchen Fällen sind extrem hohe Düngergaben erforderlich (1000 – 2000 kg K2O ha-1 ), um eine ausreichend hohe Menge an pflanzenverfügbarem Kalium an den äußeren Tonmineraloberflächen und in der Bodenlösung zu gewährleisten.
Der Ausnutzungsgrad beträgt im ersten Jahr ca. 50-60%. Unter Einbeziehung der Nachwirkung kann unter Ausschluss von Verlusten (Auswaschung auf sehr leichten Standorten) für Bilanzen auf gut versorgten Standorten mit voller Ausnutzung gerechnet werden.
Versuche aus Schleswig-Holstein zeigen mitunter Bormangel auch bei Weizen. Aus Baden-Württemberg liegen mehrjährige Exaktversuche mit EPSO Microtop vor, die eine positive Borwirkung bei Winterweizen ausweisen.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung
Mit freundlichen Grüßen
Erwin Niederländer

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