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21. Mai 2010

Einfluss der Bodenbearbeitung auf die Nährstoffverfügbarkeit

In zwei Dauerversuchen des LLH Kassel wurde die Nährstoffverfügbarkeit bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung untersucht. Beispielhaft wird an dieser Stelle der Versuch Hassenhausen bei Marburg dargestellt. Es handelt sich um einen Buntsandstein mit Lössauflage. Wie bei ca. 80% der hessischen Standorte liegt eine sehr hohe Mg-Versorgung vor.

 

Die Tabelle verdeutlicht, dass Direktsaat eine deutliche Zunahme organischer Substanz in den oberen 10 cm zur Folge hat. Während der Einfluss auf den pH-Wert eher gering ist, führte eine langjährig nichtwendende Bodenbearbeitung zur Abnahme von Kalium- und Phosphatwerten in tieferen Bodenschichten, was vor allem mit der fehlenden Durchmischung zu erklären ist.

 

Bekanntlich ist Phosphat im Boden kaum beweglich. Bei der Pflugvariante finden wir dagegen eine wesentlich homogenere Verteilung der Nährstoffe vor. Als Folge dessen konzentriert sich das Wurzelwachstum bei Pflugverzicht mehr auf die obere Bodenschicht. Insbesondere in Trockenjahren ist daher mit Ertragsausfällen zu rechnen.

 

Die deutliche Abnahme der Magnesiumwerte von unten nach oben erklärt sich durch die aufgrund der hohen Ausgangswerte unterlassene Düngung und macht deutlich, dass selbst auf den hoch versorgten hessischen Standorten bei langjährigem Verzicht eine Magnesiumverarmung eintritt. Zumindest in Form einer Applikation über das Blatt in Form von EPSO Top sollte dem Mg-Bedarf daher Genüge getan werden.

 

 

Bodenuntersuchungen Hassenhausen, Entnahme 2. Juli 2008

 

Tabelle 1: Bodenuntersuchungen Hassenhausen, Entnahme: 2. Juli 2008

 

Tabelle 2: Bodenuntersuchungen Hassenhausen, Entnahme: 2. Juli 2008

 

Tabelle 3: Bodenuntersuchungen Hassenhausen, Entnahme: 2. Juli 2008

 

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung

 

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Niederländer

 

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