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28. Juli 2011

Regionalnews: Wissenswertes zur Kaliumfixierung

Die Kaliumfixierung steht in einem engen Zusammenhang mit dem Tonanteil des Bodens, dessen Tonmineralgarnitur (Zweischicht-Dreischicht) sowie der Kaliumsättigung. Je höher der Tonanteil umso größer ist die Gefahr der Festlegung. Bei einer ausreichend hohen Kaliumsättigung ist die Fixierungsgefahr verhältnismäßig gering. Sie tritt besonders stark auf trockenen Standorten bzw. nach anhaltender Trockenheit wie in diesem Frühjahr in Erscheinung. Sind gefährdete Böden durch jahrelange Unterversorgung allmählich an Kalium verarmt – dies geschieht in der Reihenfolge Bodenlösung -> Austauscher -> Zwischenschichten – so füllt selbst eine sehr hohe Düngegabe zu allererst die so genannten „Kaliumlöcher“ in den Zwischenschichten. In solchen Fällen sind extrem hohe Düngergaben erforderlich (1000 - 2000 kg K2O ha-1), um eine ausreichend hohe Menge an pflanzenverfügbarem Kalium an den äußeren Tonmineraloberflächen und in der Bodenlösung zu gewährleisten.

 

Die Kaliumfixierung ist bodenanalytisch bestimmbar. Hierbei wird in der Bodenprobe die Menge an wasserlöslichem und austauschbarem Kalium ermittelt (mit KCl-Lösung) und dieser Betrag vom gesamten K-Angebot subtrahiert. Mit einer zunehmenden Kaliumfixierung ist zu rechnen, wenn der Quotient aus austauschbarem K pro g Ton (überwiegend Dreischichttonminerale) kleiner als 0,5 ist, bzw. wenn der Gehalt an austauschbarem Kalium im Boden bei einem mittleren Tongehalt (ca. 15 %) < 8 mg pro100 g Boden liegt.

Prozess der Kaliumfixierung im Boden

 

Die Kaliumverfügbarkeit ist günstig bei:

 

Die Kaliumverfügbarkeit ist ungünstig bei:

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung

 

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Niederländer

 

 

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