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29. September 2011

Regionalnews: Nährstoffmangel bei Raps im Herbst frühzeitig vorbeugen

Ackerkrume vor allem bei den leicht löslichen Nährstoffen (Stickstoff, Schwefel, Bor) vielfach entleert. Nmin-Analysen der LUFA Rostock bestätigen dies mit teils sehr geringen Werten von 10-25 kg Stickstoff ha-1. Ebenfalls auf Smin analysierte Proben zeigen noch geringere Werte (ca. 5 kg Schwefel ha-1).

 

Für eine optimale Herbstentwicklung von Raps sind diese Mengen keinesfalls ausreichend. Falls noch nicht erfolgt, so sollten ca. 30-40 kg Stickstoff ha-1 und ca. 10 kg Schwefel ha-1 umgehend appliziert werden. Zu einer ausreichenden Herbstentwicklung gehört zudem eine angepasste Grunddüngung mit Phosphor und Kalium. Letztere ist insbesondere für die Winterhärte verantwortlich.

 

Durch Düngermischungen kann hier den jeweiligen Anforderungen entsprechend appliziert werden. Bei der Anwendung von Korn-Kali® (40 % K2O, 6 % MgO, 4 % S als Sulfat) wird zudem der Schwefelbedarf von Raps im Herbst gedeckt und so zu erwartender Schwefelmangel in den Beständen vorgebeugt (s. Abb.). Charakteristisch dabei ist beim Raps das vom Blattrand ausgehende Vergilben der jüngsten Blätter, teilweise bildet sich auch ein violetter Rand. Dabei bleiben die Blattadern grün.

Akuter Schwefelmangel bei Winterraps im Herbst

Akuter Schwefelmangel bei Winterraps im Herbst

 

Bei bereits erfolgter organischer Düngung sollte der Schwefel-Herbstbedarf mittels Blattdüngungsmaßnahmen, wie z.B. mit 5-10 kg EPSO Top® ha-1 (Bittersalz) oder EPSO Microtop® mit den Spurenelementen Bor und Mangan ab dem 4. Blattstadium abgesichert werden.

 

 

Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Steffen Leidel

 

 

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