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9. September 2010

Optimale Vorwinterentwicklung durch eine ausgewogene Ernährung

Quelle: agrarzeitung, Dienstag, 07. 09. 2010 (N.U. Agrar GmbH Schackenthal, Dr. H. Schönberger; Bearbeitung: F. Brunn, K. Gröschl NU-Agrar@NU-Agrar.de)

 

Insbesondere frühe Getreidebestände und Raps bilden einen großen Teil ihres Ertrages im Herbst. Zur Bildung der Ertragsorgane werden entsprechende Nährstoffmengen benötigt. So nimmt der Raps etwa 50 bis 60 % seiner Grundnährstoffe im Herbst auf. Bei der Gerste und den Weizenfrühsaaten sind das immerhin 40 bis 50 %.

 

Bedenkt man, dass insbesondere das Phosphat kaum mobil im Boden ist, wird klar, dass ein großer Teil des Bedarfes zur Wurzel gebracht werden muss. Die höchsten Wirkungsgrade einer Phosphatdüngung ergeben sich somit bei der Vorsaateinarbeitung bzw. einer möglichst frühen Düngung nach der Aussaat.

 

Neben der Platzierung hängt der Wirkungsgrad der P-Düngung auch von Standortfaktoren ab. So werden auf Böden mit einem hohen pH-Wert wasserlösliche P-Dünger in Form von Kalziumphosphaten ausgefällt. Die Düngerhöhe sollte sich somit am Entzug der Pflanzen orientieren. Höhere Gaben, als der Bestand in der Saison aufnimmt, sind unproduktiv.

 

Kalium ist besser löslich als das Phosphat. Auf leichten Böden spielt daher die Platzierung eine untergeordnete Rolle. Hier kann bei höheren Gaben eine geteilte Düngung sinnvoll sein. Bei Raps sollten auf leichten Böden etwa 60 bis 70 % des Bedarfs im Herbst gedüngt werden. Der Rest ausgangs Winters. Auf schweren Böden ist das Kalium hingegen weniger labil. Düngermaßnahmen sollten daher, wenn möglich, vor der Saat bzw. vor der Bodenbearbeitung erfolgen.

 

Insbesondere auf leichten Böden hat das Magnesium eine große Bedeutung. Magnesium ist ein Makronährstoff. Das bedeutet, es wird in relativ großen Mengen aufgenommen. Aus diesem Grund reichen reine Blattdüngungen nicht zur vollständigen Ernährung der Pflanze aus. Magnesium muss stets in angepasster Menge über den Boden gedüngt werden.

 

Dabei bieten sich magnesiumhaltige Kaliumdünger in erster Linie an. Vor allem bei Raps kann in vielen Fällen das Patentkali Vorteile haben.

 

Meine Anmerkung:

Magnesiumhaltige Kaliumdünger wie Korn-Kali oder Patentkali enthalten zusätzlich Schwefel in der Sulfatform. Besonders Raps nimmt vor Winter mit 15-20 kg ha-1 S etwa ein Drittel seines Gesamtbedarfes auf.

 

 

Korn-Kali 40 % K2O + 6 % MgO + 4 % S + 3 % Na

Patentkali 30 % K2O+10 % MgO + 17 % S

sind sofort pflanzenverfügbare Qualitätsprodukte der K+S KALI GmbH

 

 

 

 

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Heintze

 

 

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