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13. Oktober 2011

Regionalnews: Einfluss der Bodenbearbeitung bei Mais auf Ertrag, Nmin-Wert und weitere Faktoren

Seit Ende 1997 werden unter der Leitung des LTZ Augustenberg Außenstelle Müllheim zwei aufwändige Feldversuche zur Bodenbearbeitung im Maisanbau durchgeführt. Die Standorte, ein brauner Aueboden sL mit 70 Bodenpunkten in Hausen und eine Braunerde-Pararendzina uL in Biengen mit 90 Bodenpunkten, liegen im südlichen Oberrheintal unweit von Freiburg. Ziel der Versuche ist die Überprüfung verschiedener Verfahren der Bodenbearbeitung hinsichtlich Rentabilität sowie der Vermeidung von N-Auswaschungen. Folgende Verfahren wurden geprüft: (Quelle: Handreichung Maisinformationsfahrt 13.09.2011, F.-J. Kansy, LTZ Augustenberg)

 

Varianten:

 

Erträge in dt/ha im Mittel von 1998 bis 2010

  PH SH FH PF SF
Hausen 103 103 103 100 102
Biengen 131 126 128 123 129

 

Ohne Berücksichtigung des Hitzesommers 2003 lagen die Ertragsmittel in Hausen um 4-5 dt/ha und in Biengen um 3-4 dt/ha höher als im 13-jährigen Mittel. Im Mittel der Jahre konnten jedoch, bis auf die beiden Pflug Varianten untereinander in Biengen, keine signifikanten, statistisch gesicherten Ertragsunterschiede festgestellt werden.

 

Stickstoffbilanz und Nmin-Wert (0-90 cm) nach der Ernte im Mittel von 1998 bis 2010

  PH SH FH PF SF
Stickstoffbilanz Hausen kg/ha -20 -13 -18 -11 -7
Stickstoffbilanz Biengen kg/ha -29 -20 -24 -17 -20
Nmin-Wert nach Ernte Hausen kg/ha 45 47 49 47 46
Nmin-Wert nach Ernte Biengen kg/ha 58 53 65 72 54

 

Der Standort Hausen hat einen Humusgehalt von 3,9% - 4,1%, Biengen von 3,3% - 3,9%. Im Mittel der Jahre zeigten alle Verfahren eine leicht negative N-Bilanz ohne statistisch gesicherte Unterschiede bei den Nmin-Gehalten nach der Ernte.

 

Beobachtungen

 

Meine Anmerkung:

Pflanzen ernähren sich überwiegend aus den im Boden gelösten Nährstoffen. Auf der sicheren Seite ist daher derjenige, der seine Grunddüngung bereits nach der Maisernte einarbeitet, oder den P-Bedarf zur Saat unter Fuß düngt. Dies bewährt sich besonders in trockenen Jahren mit eingeschränkter Nährstoffnachlieferung.

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Heintze

 

 

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