
25. Juli 2011
Das Jahr 2011 zeigt uns – wie auch 2003 und 2006 – wieder einmal, dass unter extremer Frühjahrs- bzw. Frühsommertrockenheit die oben aufgestreuten Grundnährstoffe kaum oder nur langsam in den Wurzelhorizont gelangen. Pflanzen ernähren sich überwiegend aus den im Boden gelösten Nährstoffen. Auf der sicheren Seite ist daher derjenige, der seine Grunddüngung bereits nach der Ernte oder im Herbst einarbeitet.
Langjährige Ergebnisse der Landesforschungsanstalt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. B. Boelcke, zeigen die gute Ertragswirkung der Phosphor- und Kaliumdüngung im Herbst. Der Versuch lag auf lehmigem Sand (max. 12 % Ton) mit guter Bodenversorgung und mit Strohdüngung. In der zweiten, vierjährigen Fruchtfolgerotation war bei Wintergerste die Herbstdüngung immer überlegen und bei Winterweizen in drei von vier Jahren.
| Düngevariante | Winterweizen | Wintergerste |
|---|---|---|
| nach Abfuhr 100 % P Herbst, ohne K-Düngung | 101 | 98 |
| nach Abfuhr 100 % K Herbst, ohne P-Düngung | 104 | 103 |
| nach Abfuhr 100 % PK Herbst | 112 | 111 |
| nach LUFA-Empfehlung (Herbstdüngung) | 113 | 111 |
„Die Ergebnisse des Gülzower P/K-Dauerversuches mit Strohdüngung zeigen, dass die mineralische Düngung mit Phosphor und Kalium, nach Abfuhr bemessen, den Nährstoffbedarf der Getreidebestände ausreichend deckt. Voraussetzung ist die Düngung zur Aussaat im Zuge der Saatbettbereitung.“
„Beim Winterraps, der bisher zwar die geringsten Düngeeffekte (bis 5 % Mehrertrag) aufwies, geht nach den Ergebnissen der Trend zu einem Kaliumbedarf über die Abfuhr mit der Rapssaat hinaus und zu einer höheren Nährstoffeffizienz bei der Düngung vor der Aussaat.“
Unsere mehrjährigen, exakten Feldversuche auf unterschiedlichen Standorten belegen ebenfalls die gute Wirkung einer Kaliumdüngung. Mit Korn-Kali® 40+6+4+3 wird zusätzlich der Herbstbedarf an Magnesium und Schwefel gedeckt.
| Ø Kalidüngung | Ø Mehrertrag | |
|---|---|---|
| Winterweizen 31 Versuche 2005-2008 |
127 kg K2O ha-1 (teils Korn-Kali® mit MgO und S) |
580 kg ha-1 |
| Wintergerste 26 Versuche 2003-2008 |
116 kg K2O ha-1 (teils Korn-Kali® mit MgO und S) |
920 kg ha-1 |
| Sommergerste 25 Versuche 1998-2008 |
130 kg K2O ha-1 (teils Korn-Kali® mit MgO und S) |
790 kg ha-1 |
| Tritikale 15 Versuche 12 Jahre |
60 - 80 kg K2O ha-1 > 80 - 120 kg K2O ha-1 (teils Korn-Kali® mit MgO und S) |
380 kg ha-1 540 kg ha-1 |
| Winterraps 25 Versuche 1999-2008 |
167 kg K2O ha-1 (teils Korn-Kali® mit MgO und S) |
1,23 t ha-1 |
Quelle: K+S Feldversuche
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Heintze

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