
1. Dezember 2010
Im Weinbau sind die Produkte EPSO Top (Bittersalz) und EPSO Microtop mit Bor und Mangan seit vielen Jahren als äußerst effiziente und sehr preiswerte Mittel zur vorbeugenden Behandlung von Stiellähme und als Ergänzung zur Bodendüngung mit Patentkali, KALISOP (Kaliumsulfat) oder ESTA Kieserit bekannt. EPSO Produkte erhöhen nicht den pH-Wert der Spritzbrühe.
Simon Huber führte einen Versuch im Rahmen seiner Technikerarbeit in Oberkirch-Bottenau bei den für Stiellähme anfälligen Sorten Riesling und Cabernet-Sauvignon durch. Angewendet wurde Magnesiumsulfat EPSO Top jeweils dreiprozentig an vier Terminen bis Ende August. Bei Riesling wurde ein Versuchsausbau durchgeführt. Bei den Attributen Fruchtintensität und Fruchtqualität wurde die behandelte Variante besser als die Kontrolle eingestuft, grasige Noten oder Böckser wurden nicht festgestellt.
Festzuhalten bleibt, dass das Auftreten der Auslösefaktoren von Stiellähme sich nicht vorhersagen lassen. Magnesium-Spritzungen mindern den Befall, besonders wenn die Stiellähme stärker auftritt. Die sensorische Prüfung ergab, dass Beeinträchtigungen der Weinqualität auch bei der späten Applikation Ende August beim Weichwerden der Beeren, unwahrscheinlich sind.
Quelle: Simon Huber, Der Badische Winzer, Oktober 2010
Gelegentlich wird der alte Produktname Bittersalz mit Bitterstoffen im Wein in Verbindung gebracht. Die schnelle Aufnahme der Nährstoffe Magnesium und Schwefel übers Blatt innerhalb weniger Stunden widerlegen die Annahme, dass „Bittere Salze“ im Wein auftauchen. Schwefelböckser haben nichts mit der EPSO Anwendung zu tun. Diese können vielmehr bei Prozessen der Weinbereitung entstehen.
R. Fox, D. Rupp, L. Tränkle und P. Steinbrenner, 2005
Quelle:
Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Baden Württemberg
Zwei bis vier Behandlungen beginnend mit der Vorblüte bis zur Abschlussspritzung 2 bis 3 kg EPSO je 100 Liter Wasser oder ca. 15 kg EPSO je Behandlung.
Nicht in die Blüte spritzen, nicht bei großer Hitze und praller Sonne anwenden.
Nicht mischbar mit calziumhaltigen Produkten wie z.B. Kalksalpeter.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Heintze

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