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29. Juni 2011

Sachgerechte Grunddüngung sichert Erträge und Qualität

Das Jahr 2011 wird sicher noch lange durch das sehr trockene, warme und sonnenscheinreiche Frühjahr in der Erinnerung vieler Landwirte bleiben. Die im Herbst und am Winteranfang durch die ergiebigen Niederschläge wassergesättigten Böden trockneten extrem aus. Damit bestanden keine günstigen Bedingungen für die Nährstoffaufnahme als eine Voraussetzung für hohe Erträge. Das zeigte sich ganz besonders in den Ergebnissen von Pflanzenanalysen.

 

Aus den Resultaten des Pflanzenanalyse-Monitoring der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) zu Winterweizen kann man ganz deutlich ablesen, dass der Anteil der niedrig mit Phosphor, Kalium oder Magnesium versorgten Pflanzen im Vergleich zu den Vorjahren stark angestiegen ist (Tab.1).

 

Tabelle 1: Anteil Winterweizenpflanzen mit niedriger P-/K-Versorgung

Parameter

2009

2010

2011*

Phosphor

16 %

22 %

78 %

Kalium

11 %

21 %

50 %

Magnesium

3 %

4 %

13 %

 

* bis 23.05.2011, Quelle: Zorn, W.

 

Ganz klar muss hier aber auch ein Zusammenhang mit der in den letzten Jahren schlechter gewordenen Grundnährstoffversorgung der Ackerböden (Tab.2) gesehen werden. Das ist insbesondere beim Phosphor sehr ausgeprägt. Es muss hinterfragt werden, ob die im Frühling ausgebrachten festen oder flüssigen Dünger noch die gewünschten Effekte aufgrund der Trockenheit bzw. geringer Blattmasse brachten.

 

Tabelle 2: Nährstoffversorgung Thüringer Ackerböden 2007-2009

Parameter

Flächenanteile in pH-/Gehaltsklassen*

A

B

C

D

E

pH

2 %

20 %

44 %

27 %

7 %

P

15 %

31 %

24 %

15 %

15 %

K

2 %

14 %

29 %

31 %

23 %

Mg

1 %

12 %

22 %

21 %

44 %

 

* A = sehr niedrig, B = niedrig, C = optimal, D = hoch, E = sehr hoch

Quelle: Zorn, W.

 

Bei Kalium ist die Bodenversorgung offensichtlich noch recht gut. Trotzdem hat sich auch schon in den vergangenen Jahren gezeigt, dass gerade unter den Bedingungen der pfluglosen Bodenbearbeitung die K-Gehalte in den Pflanzen oft eher unterdurchschnittlich sind. Das könnte mit der Konzentration des aus den Ernterückständen stammenden Kaliums in der obersten Bodenschicht zusammenhängen. Darunter liegende Zonen, die insbesondere bei oberflächlicher Austrocknung von den Wurzeln „aufgesucht“ werden, sind dagegen relativ schwach versorgt. Kalium muss also nicht nur gedüngt, sondern in den Hauptwurzelraum gebracht werden. Das sollte auch bei Verzicht auf eine wendende Bodenbearbeitung gelingen.

 

Magnesium wird überwiegend passiv (parallel zur Wasseraufnahme) aufgenommen. So kann es selbst auf Mg-reichen Böden bei trockenen Bedingungen zu einem entsprechenden Mangel kommen. Wenn physiologisch längst reifes Getreide Feuchtigkeit ausgesetzt ist, werden im Korn biologische Prozesse zur Keimung ausgelöst. Als Folge kann die so genannte Fallzahl dann auf ein für die Vermarktung der Roggen- oder Weizenpartie als Nahrungs-(Back-)Getreide ungeeignetes Niveau fallen. Es gibt hier sehr große Sortenunterschiede.

 

Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss übt jedoch auch die Kaliumdüngung aus. Das war deutlich aus den Ergebnissen des Extremjahres 2010 am Versuchsstandort Bernburg abzulesen (Abb.). Obwohl sich die seit Jahren ungedüngte 0-Variante auf der Schwarzerde aus Löß immer noch in der Gehaltsklasse C befindet, hatte die Düngung mit 60er Kali® hier deutlich positive Effekte. Diese wurden sogar noch verstärkt, wenn die K-Düngung (Herbst) mit dem ESTA® Kieserit enthaltenden Korn-Kali® durchgeführt wurde.

 

Fazit

 

 

Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung

 

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Frey

 

 

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