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21. April 2011

Mit Blattdüngung gestresste Getreide- und Rapsbestände aufbauen

Raps und Wintergetreide sind nach den Wechselfrösten im März stark geschwächt in das Frühjahr gestartet. Speziell Wintergerste und spät gesäter Raps entwickelten sich auch in der Folgezeit nur sehr zögerlich. Anhaltend kühle Nachttemperaturen in Verbindung mit zunehmender Trockenheit verursachten eine unzureichende Nährstoffaufnahme. Insgesamt sind fast alle Rapsfelder im Norden hinter der Entwicklung in Normaljahren weit zurück. Teilweise mussten Spätsaaten umgebrochen und mit Sommerungen neu bestellt werden. Durch die Trockenheit der letzten Wochen wurde nicht nur die Aufnahme von Stickstoff, Kalium und Magnesium behindert, sondern auch die Aufnahme von Mikronährstoffen, speziell des Mangans. Dies zeigt sich durch Vergilbung vieler Getreidebestände auf leichteren Teilflächen oder Flächen mit humosem Untergrund.

Manganmangel bei Wintergerste äußert sich häufig durch grün gebliebene Verdichtungsbereiche in vergilbten Beständen (Foto: K+S KALI GmbH)

Manganmangel bei Wintergerste äußert sich häufig durch grün gebliebene Verdichtungsbereiche in vergilbten Beständen (Foto: K+S KALI GmbH)

 

Schwefelmangel könnte beim Getreide ebenfalls als Ursache vermutet werden. Dafür ist bislang aber noch zu wenig vegetative Masse gebildet worden. Erfahrungsgemäß setzt sichtbarer Schwefelmangel erst mit dem Beginn der Schoßphase ein. Zudem ist die Schwefeldüngung mit Stickstoff-Schwefeldüngern oder ESTA® Kieserit gran. weitgehend erfolgt.

 

Dennoch ist auch die Schwefelaufnahme über die Wurzeln durch die Trockenheit stark eingeschränkt, so dass in jedem Falle die Unterstützung über die Blattdüngung wichtig ist.

Blattdüngung mit EPSO Combitop® schafft Abhilfe bei Nährstoffmängeln im Getreide (Foto: K+S KALI GmbH)

Blattdüngung mit EPSO Combitop® schafft Abhilfe bei Nährstoffmängeln im Getreide (Foto: K+S KALI GmbH)

 

Schwach entwickelte Getreide- oder Rapspflanzen sind nicht nur beim Sprosswachstum behindert – auch die Wurzelausbildung hat unter den schwierigen Bedingungen gelitten. Weil gerade das Magnesium für die Wurzelausbildung eine herausragende Bedeutung hat, sind mehrfache Applikationen von EPSO Top® mit
5-10 kg ha-1 erforderlich.

 

Bei sichtbarem Manganmangel im Getreide sollte EPSO Combitop® eingesetzt werden. Dann ist der Zusatz eines Kupferpräparates für die Blattdüngung zu empfehlen, weil die Wirkung der Mangandüngung damit unterstützt wird.

 

Von Boden- und Pflanzenanalysen ist bekannt, dass Manganmangelstandorte oft auch Probleme mit der Kupferversorgung haben. Kupfermangel ist aber im Gegensatz zum Manganmangel in der Bestockungsphase nur schwer zu erkennen. Davon unabhängig wird mit der Zugabe von Kupfer bei EPSO Combitop® vermieden, dass Kupfermangel durch die einseitige Applikation von Mangan über das Blatt induziert wird. Im EPSO Combitop® ist außerdem der Mikronährstoff Zink enthalten, der hohe Bedeutung für die Ertragsbildung von Getreide besitzt.

 

 

 

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Feger

 

 

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