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5. Oktober 2009

Ertragskurve später Kulturen fallend – Defizite im Wasserhaushalt

Das Vegetationsjahr 2009 wird vielen Landwirten als Jahr mit guten Erträgen in Erinnerung bleiben. Wenig Auswinterung, geringer Krankheitsbefall und günstige Witterungsbedingungen sind verantwortlich für die positive Entwicklung.

 

Leider konnte in einigen Fällen das angelegte hohe Ertragspotenzial nicht voll genutzt werden, weil am Ende der Pflanze die Nährstoffe „ausgingen“. Dieses war schon beim Getreide zu beobachten, als zur Ernte die Qualitäten deutlich nachgaben. Ebenso treten zu Kartoffeln Symptome der Blaufleckigkeit in nie gekanntem Ausmaß auf. Neben der Trockenheit ist hier eine defizitäre Kalium-Versorgung ursächlich zu benennen. Jetzt flacht die auf sehr hohem Niveau befindliche Ertragskurve der Zuckerrüben deutlich ab. Hier spielt ebenfalls die Trockenheit eine Rolle, die Kalium im Boden immobilisiert, so dass der Wasserhaushalt der Pflanze direkt (absolut geringe Wasseraufnahme) und indirekt (wenig „sparsamer“ Umgang mit dem Wasser in der Pflanze) in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

 

Mais hält Versprechungen nicht

Aufgrund guter Vorsommer-Entwicklung und idealem feucht-warmen Milieu zur Blüte war der Mais mit hohem Ertragspotenzial ausgestattet. Doch auch hier greifen späte Trockenheit und für die angelegten Erträge nicht ausreichende Kalium-Versorgung. Dieses wird im Versuchsfeld Greven des Züchters Limagrain deutlich sichtbar:

Feldversuch Korn-Kali zu Mais in Greven, 2009. Vorzeitige Abreife beim Mais: Trockenheit aufgrund von K-Mangel (ohne Korn-Kali) verfrüht und stärker ausgeprägt

Feldversuch Korn-Kali zu Mais in Greven, 2009. Vorzeitige Abreife beim Mais: Trockenheit aufgrund von K-Mangel (mit 4 dt-1 ha Korn-Kali) verfrüht und stärker ausgeprägt

Feldversuch Korn-Kali zu Mais in Greven, 2009. Vorzeitige Abreife beim Mais: Trockenheit aufgrund von K-Mangel (links ohne, rechts mit 4 dt-1 ha Korn-Kali) verfrüht und stärker ausgeprägt. (Fotos: K+S KALI GmbH)

 

Mit Kalium besser versorgter Mais hält eindeutig länger durch, wie der Vergleich der 0-Variante mit dem Versuchsglied 4 dt-1 ha Korn-Kali trotz ausgewiesenem Bodenuntersuchungswert für Kalium in Stufe D zeigt. Einige Tage mehr Vegetationszeit bedeutet eine sicher verbesserte Nutzung der Ertragsanlagen und bietet beim Silomais Vorteile hinsichtlich Silierfähigkeit und Verdaulichkeit. Für die Praxis bedeutet dieses, sich hinsichtlich der Kali-Düngung nicht allein auf Gülle und Gärsubstrat zu verlassen, sondern den erforderlichen Ergänzungsbedarf an Korn-Kali fachgerecht zu kalkulieren.

Feldversuch Korn-Kali zu Mais in Greven, 2009. BU-Einstufung: P2O5 in E, K2O in D, MgO in C. (Fotos: K+S KALI GmbH)

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Elfrich

 

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