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22. Juli 2011

Regionalnews: Kalium fördert die Stabilität der Pflanzenorgane

Nach langer Trockenheit einsetzende Niederschläge führen zu starkem Wachstum der voll in der Vegetation stehenden Kulturen. Mit der intensiven Biomassebildung geht oftmals eine nicht ausreichende Bildung von Stützgewebe einher. Aufgrund der plötzlich einsetzenden Mineralisation werden größere Mengen Stickstoff frei, die zu eher weichen Blättern und schwachem Halm bzw. Stiel führen. Auf Grünland kommt es zusätzlich zu entsprechend hohen Proteingehalten im Gras, daraus resultiert in Milchviehherden ein vermehrtes Auftreten von Weidetetanie, besonders wenn parallel eine ungenügende Magnesiumversorgung vorliegt. In Ackerkulturen wie Kartoffeln trifft man nach starker Sonneneinstrahlung auf Einzelpflanzen mit Blattverbrennungen (Bild). Kalium fördert die Festigung der Zellwände und kann den Schaden so mindern.

Starke Sonneneinstrahlungen können zu Blattverbrennungen führen. (Foto: R. Elfrich, K+S KALI GmbH)

Trotz niedriger Bestandesdichten und ausreichendem Einsatz von Wachstumsreglern ist bei Getreide in einigen Fällen Lager aufgetreten, Krummhörn. (Foto: R. Elfrich, K+S KALI GmbH)

(Links) Starke Sonneneinstrahlungen können zu Blattverbrennungen führen. (Rechts) Trotz niedriger Bestandesdichten und ausreichendem Einsatz von Wachstumsreglern ist bei Getreide in einigen Fällen Lager aufgetreten, Krummhörn. (Fotos: R. Elfrich, K+S KALI GmbH)

 

Wenn eine unkontrollierte Stickstoff-Freisetzung auf eine defizitäre Kaliumversorgung trifft, leidet die Halmstabilität und es kommt zu erhöhter Lagerneigung. Am Beispiel Mais ist die Kaliwirkung auf Lager anhand eines Feldversuches der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldeborg nachfolgend dargestellt. Trotz gesteigerter Pflanzenlänge und mehr Biomasseproduktion nimmt die Lageranfälligkeit durch Kalium infolge eines kräftigeren Stängels ab. Auch der Befall mit Blattdürre (turcicum) wird positiv beeinflusst, ein weiteres Indiz für die gewebestabilisierende Wirkung von Kalium.

 

Feldversuch: Kaliwirkung auf Lager am Beispiel Mais

Düngung (kg K2O ha-1) Mängel Feldaufgang
 (1 - 9)
Pflanzen- länge (cm) Lager (%) Helminthosporium turcicum (1 - 9)
0 6,3 269 15 3,3
100 4,5 283 5,3 2,5
200 3,8 293 2,8 2,0
300 3,5 293 2,0 2,3

 

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, R. Elfrich

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Elfrich

 

 

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