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1. Juni 2011

Schäden durch Spätfrost in NRW

Zusätzlich zum vorherrschenden Trockenstress traten im Mai dieses Jahres an verschiedenen Kulturen Schäden durch Nachtfröste auf. Auch wenn die Kulturpflanzen den Schaden oftmals überleben, so sind sie doch besonders bei fehlender Beregnungsmöglichkeit doppelt gestresst. Zum Teil lässt sich das Erntegut nicht mehr vermarkten, wie am Beispiel der Sonderkulturen sichtbar wird. Trockenheit und Frost sind durch eine hinreichende Kalidüngung in ihrer Wirkung abzumildern. Zu den aktuellen Frostereignissen im Folgenden ein paar Bilder:

Frostschaden Mais in Schapen am 11.05.2011 (Foto: Reinhard Elfrich, K+S KALI GmbH)

Frostschaden Blaufichte im Münsterland am 20.05.2011 (Foto: Reinhard Elfrich, K+S KALI GmbH)

Frostschaden Mais in Schapen am 11.05.2011, Frostschaden Blaufichte im Münsterland am 20.05.2011 (Fotos: Reinhard Elfrich, K+S KALI GmbH)

 

Frostschaden Kartoffeln am Niederrhein (Foto: Josef Hofer, RWG Schwalm-Nette)

Frostschaden an reifen Erdbeeren in Köln-Aachener Bucht (Foto: Mohammad Esfandiari, LK NRW)

Frostschaden Kartoffeln am Niederrhein (Foto: Josef Hofer, RWG Schwalm-Nette), Frostschaden an reifen Erdbeeren in Köln-Aachener Bucht (Foto: Mohammad Esfandiari, LK NRW)

 

Um die Frostgefahr abzumildern, ist eine möglichst hohe Osmolarität anzustreben. Möglichst viele Kalium-Ionen sollten im Zellsaft angereichert sein, dadurch wird der Gefrierpunkt der Pflanze gesenkt.

 

In der praktischen Düngung gibt es immer wieder Beispiele, nach denen Pflanzen mit verbesserter Kaliumversorgung resistenter gegen Frostkalamitäten sind. So ist im Düngevergleich z.B. der neue Austrieb in Weihnachtsbaumkulturen erst bei unterlassener Patentkali®-Zufuhr deutlich geschädigt. Entscheidend ist allerdings, dass Kalium aus der Düngungsmaßnahme zum Zeitpunkt des Frostes vollständig aufgenommen ist. Wiederum bewährt sich folglich zu allen Kulturen eine frühe Kaliumapplikation vor Vegetationsbeginn.

 

Bei angeschlagenen Kulturen mit intaktem Vegetationskegel empfiehlt sich wo möglich eine Beregnung sowie zur Vitalisierung eine Blattdüngung mit Stickstoff (10 kg ha-1 N) und EPSO Microtop® (2 x 10 kg ha-1 Produkt).

 

 

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Elfrich

 

 

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