Titelbild der Betriebsreportage: Stute mit Fohlen auf Weide.

Gezielte Weidedüngung für die Pferde-Fitness

 

Besuch in den Gestüten Erftmühle und Schlenderhan

Im Gespräch

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, traf sich Ende Mai mit Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, und Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH.

Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle.

Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan.

Gras ist elementarer Bestandteil der Pferdefütterung. Eine hohe Qualität des Grünlandaufwuchses ist daher für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Pferde unverzichtbar. Untersuchungen zeigen, dass durch den Einsatz von Magnesia-Kainit® neben der für das Wachstum der Futterpflanzen notwendigen Kalium-Düngung auch die Grasgehalte an Magnesium, Schwefel und Natrium gezielt erhöht und die Weidequalität entscheidend verbessert werden kann.

 

Die positiven Effekte von Magnesia-Kainit® auf die Qualität des Futters und die Weide sind unter Pferdehaltern noch nicht sehr bekannt. Eine Vorreiterrolle nehmen hier zwei im rheinischen Bergheim ansässige Vollblutgestüte ein, die Magnesia-Kainit® erfolgreich in ihr Weide- und Düngungsmanagement integriert haben. Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, traf sich Ende Mai mit Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, und Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan, zum Erfahrungsaustausch. Ein kleiner Wehrmuts­tropfen bei den Gestütsbesuchen war das extrem trockene Frühjahr 2011, aufgrund dessen sich die Weiden nicht im sonst um diese Jahreszeit üblichen sattgrün präsentierten.

 

Weidehaltung wird in der Zucht groß geschrieben

Jungpferde im Gestüt Erftmühle.

Pferde und Rinder grasen gemeinsam im Gestüt Schlenderhan.

Jungpferde im Gestüt Erftmühle.

Jungpferde im Gestüt Erftmühle (l. u. r.). Pferde und Rinder grasen gemeinsam im Gestüt Schlenderhan (Mitte).

In der Pferdezucht spielt die Weide­haltung eine zentrale Rolle. In den Vollblutgestüten Erftmühle und Schlenderhan genießen die Tiere ganzjährig Weidegang, die im Training stehenden Rennpferde ausgenommen. Sobald es Vege­tation und Wetter erlauben, sind die Stuten und ihre Nachzucht Tag und Nacht auf der Weide.

 

Stabile Grasnarbe mit hohem Futterwert ist Ziel

Zum Gestüt Erftmühle gehören 40 Hektar reines Dauergrünland, wovon 7 Hektar zur Silagegewinnung eingesetzt werden. Das Gerüst der Zucht bilden zwei Hengste sowie 25 Vollblutstuten. Die Stuten und ihre Nachzucht werden auf Standweiden gehalten, der Besatz liegt bei 1,5 bis 2 Pferden pro Hektar. „Unsere Weiden sind durch die Besatzdichte und die lange Nutzungsdauer ganz ordentlichen Belastungen ausgesetzt. Weide- und Düngungsmanagement müssen zu einer stabilen und gleichmäßigen Grasnarbe mit hohem Futterwert für die Tiere führen. Wünschenswert ist ein früher und möglichst gleichmäßiger Futteraufwuchs, hochgeschossenes Gras ist für Pferde ungeeignet“, formuliert Gestütsinhaber Heinz Hönning die Anforderungen an sein Grünland.

 

Diese Anforderungen kann Wilfried Kübbeler-Hecker voll bestätigen. „Im Gestüt Schlenderhan haben wir 107 Hektar Grünland zur Verfügung, davon werden rund 20 Hektar zur Gewinnung von Winterfutter genutzt. Bei 35 Fohlenstuten mit etwa zwei Jährlingen kommen wir gerade mal auf einen Besatz von knapp einem Pferd pro Hektar. Wenn das Frühjahr nicht so trocken wie in diesem Jahr ist, haben wir ausreichend Futter zur Verfügung. Um Geilstellen zu reduzieren, laufen deshalb auch einige Pensionsrinder auf den Weiden mit.“

 

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit dem Inhaber vom Gestüt Erftmühle, Heinz Hönning.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit dem Inhaber vom Gestüt Erftmühle, Heinz Hönning.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan.

Pferdeanhänger vom Gestüt Erftmühle.

Pferdeanhänger vom Gestüt Erftmühle.

Morgendliches Warten auf den Weidegang im Gestüt Erftmühle.

Morgendliches Warten auf den Weidegang im Gestüt Erftmühle.

Jungpferde auf dem Weg zur Weide.

Jungpferde auf dem Weg zur Weide.

Im Gestüt Erftmühle beginnt der Weidetag für die Jungpferde.

Im Gestüt Erftmühle beginnt der Weidetag für die Jungpferde.

Zuchtstuten auf der Weide im Gestüt Erftmühle.

Zuchtstuten auf der Weide im Gestüt Erftmühle.

Kotsammeln innovativ gelöst: der selbstfahrende „Äppel-Staubsauger“ sorgt im Gestüt Erftmühle für saubere Weiden.

Kotsammeln innovativ gelöst: der selbstfahrende „Äppel-Staubsauger“ sorgt im Gestüt Erftmühle für saubere Weiden.

Das von Hand schwenkbare Saugrohr des Kotsammlers wird in Stellung gebracht.

Das von Hand schwenkbare Saugrohr des Kotsammlers wird in Stellung gebracht.

Wenn die Position stimmt, wird das Saugrohr vollständig abgesenkt und der Kot eingezogen.

Wenn die Position stimmt, wird das Saugrohr vollständig abgesenkt und der Kot eingezogen.

Die Besucher werden neugierig begrüßt: Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit Vollblütern des Gestütes Erftmühle.

Die Besucher werden neugierig begrüßt: Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit Vollblütern des Gestütes Erftmühle.

Im Gestüt Schlenderhan.

Im Gestüt Schlenderhan.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Gespräch mit Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan.

Grasende Stute im Gestüt Schlenderhan.

Grasende Stute im Gestüt Schlenderhan.

Jährlinge im Gestüt Schlenderhan.

Jährlinge im Gestüt Schlenderhan.

Das Frühjahr 2011 war viel zu trocken. Im Mai wurde im Vergleich zum langjährigen Mittel 77 % weniger Niederschlag gemessen. Den Weiden sieht man an, dass sie unter Trockenstress leiden.

Das Frühjahr 2011 war viel zu trocken. Im Mai wurde im Vergleich zum langjährigen Mittel 77 % weniger Niederschlag gemessen.

 

Ertrag und Qualität der Weiden steigern

Beide Gestüte setzen im Frühjahr auf das Düngesystem Kalkstickstoff und Magnesia-Kainit®. In Schlenderhan wird ergänzend Kalkammonsalpeter zur Deckung des Stickstoffbedarfes eingesetzt.

 

Start in die Weidesaison im Gestüt Erftmühle

Im Gestüt Erftmühle beginnt die Weidepflege im zeitigen Frühjahr mit dem Abschleppen und Nachsäen der Weiden. „Nach einem harten Winter wird auch gewalzt, da der Boden wegen des hohen Tonanteils sehr schnell auffriert. Zur Nachsaat mit 3 - 4 kg je Hektar setzen wir eine Mischung mit 30 % Weidelgras und 10 % Rispe ein, die Rispe sorgt für mehr Trittfestigkeit. Direkt danach kommt ein kleiner Bestand Pferde auf die Weide – die drücken das Gras besser fest als die Walze“, erläutert Heinz Hönning den Einstieg in die Saison.

 

Düngeempfehlung von LUFA und Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf der Basis von Bodenuntersuchungen.

Alter Weidebestand im Gestüt Schlenderhan. Die über 100 Jahre alte Weide hat die Frühjahrstrockenheit aufgrund ihres ausgeprägten Wurzelsystems vergleichsweise gut überstanden.

Die Grasnarbe der über 100 Jahre alten Weide im Gestüt Schlenderhan ist artenreich und dicht. Ergebnis eines erfolgreichen Weide- und Düngungsmanagements.

Düngeempfehlung von LUFA und Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf der Basis von Bodenuntersuchungen (l.). Alter Weidebestand im Gestüt Schlenderhan. Die über 100 Jahre alte Weide hat die Frühjahrstrockenheit aufgrund ihres ausgeprägten Wurzelsystems vergleichsweise gut überstanden (Mitte). Die Grasnarbe der über 100 Jahre alten Weide im Gestüt Schlenderhan ist artenreich und dicht. Ergebnis eines erfolgreichen Weide- und Düngungsmanagements (r.).

Die Düngung erfolgt mit 400 kg Kalkstickstoff und 400 kg Magnesia-Kainit® je Hektar in zwei getrennten Arbeitsgängen innerhalb einer Woche. Ausgebracht wird der Dünger mit einem Schleuderstreuer auf 15 Meter Arbeitsbreite. „Frühe Zeitpunkte sind grundsätzlich besser, um die Nährstoffe schnell ins Gras zu bekommen. Bei Magnesia-Kainit® sind Zeitpunkt und Wetter­bedingungen allerdings weniger wichtig als bei der Stick­stoffdüngung“, so Heinz Hönning. „Und die Tiere können beim Streuen sogar auf der Weide bleiben.“

 

Magnesiumverfügbarkeit bei tonhaltigen Böden sichern

Aufgrund des hohen Tonanteils der Böden ist die Pflanzenverfügbarkeit von Magnesium im Gestüt Erftmühle ein Problem. „Trotz hoher Magnesiumwerte im Boden stellten wir in der Vergangenheit bei Pflanzenproben immer wieder fest, dass Magnesium fehlt. Durch den Einsatz von Magnesia-Kainit® bekommen wir jetzt Magnesium sicher ins Futter – und darüber hinaus noch Schwefel und Natrium“, berichtet Heinz Hönning seine Erfahrungen. „Seit wir mit diesem Düngesystem arbeiten, ist unser Grasbestand sichtbar besser geworden und die Pferde sind gesünder und ausgeglichener, denn Magnesium wirkt entspannend auf Muskulatur und Nervensystem.“

 

Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, ist von seinem Düngesystem überzeugt.

Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, ist von seinem Düngesystem überzeugt.

 

Weidemanagement für 100-jährige in Schlenderhan

Das Grünland im Gestüt Schlenderhan umfasst viele bereits über 100 Jahre alte Weiden. „Wir haben hier sehr schöne Pferde­koppeln. Die sauber zu halten, ist allerdings nicht ganz einfach“, erzählt Wilfried Kübbeler-Hecker beim Gang durch das Gestüt.

 

Die Weidepflege beginnt mit einer Nachsaat, für die durchschnittlich 10 - 15 kg Saatgut je Hektar aufgewandt werden. Säen, striegeln und anwalzen erfolgen mit einem Spezialgerät in einem Arbeitsgang. „Um möglichst früh junges Futter zu bekommen, düngen wir Ende Januar, Anfang Februar die Weiden mit 100 kg Kalkammonsalpeter je Hektar an. Die Stickstoffmenge ist so bemessen, dass die Rohproteingehalte nicht zu hoch werden“, erläutert Wilfried Kübbeler-Hecker sein Düngungsmanagement. „Den Kalkammonsalpeter bringen wir meist zusammen mit Magnesia-Kainit® aus, da sich die beiden Düngemittel sehr gut mischen lassen. Die Aufwandsmenge bei Magnesia-Kainit® beträgt 600 - 700 kg je Hektar. Kalkstickstoff kommt Mitte bis Ende März mit 200 - 250 kg je Hektar auf die Flächen. Zu dem Zeitpunkt werden die jungen Unkräuter und Parasiten voll erwischt. Im Juli düngen wir dann noch einmal mit Stickstoff und Phosphor circa 150 kg 18/46 je Hektar nach. Mit diesem System bekommen wir alle für das Grünland wichtigen Nährstoffe – Natrium, Phosphor, Kalium, Magnesium – appliziert, und zudem die für die Pferde wichtigen Begleitnährstoffe Natrium, Magnesium und Schwefel.“

 

Ökologisch verträgliche Moosbekämpfung

Wilfried Kübbeler-Hecker betont neben der Mineralstoffanreicherung im Futter die positiven Wirkungen von Magnesia-Kainit® auf den Moosbesatz. „Durch den sehr alten Baumbestand rund um die Weiden und feuchte Stellen ist Vermoosung bei uns ein Thema. Seit wir Magnesia-Kainit® einsetzen, haben wir den Moosbesatz sehr gut im Griff. Damit man die gewünschte Wirkung bekommt, müssen aber auch 600 - 700 kg Magnesia-Kainit® je Hektar auf die Flächen drauf.“

 

Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan, setzt Magnesia-Kainit<sup>®</sup> auch zur Unterdrückung von Moos ein.

Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan, setzt Magnesia-Kainit® auch zur Unterdrückung von Moos ein.

Begründet liegt die moosbekämpfen­de Wirkung von Magnesia-Kainit® in der geringen Salztoleranz der Moose – sie mögen den für sie hohen Natriumgehalt nicht. Durch diese Düngung bleibt der etablierte, hochwertige Grasbestand grund­sätzlich länger erhalten. Uner­wünsch­te Pflanzen wie das Jakobskreuzkraut siedeln sich weniger häufig an. Wartezeiten nach dem Einsatz sind nicht erforderlich.

 

Magnesia-Kainit® optimiert Mineralstoffversorgung und Fressverhalten

Magnesia-Kainit® ist ein aus Meeresablagerungen entstandener Naturdünger, der neben 11 % Kalium noch 5 % Magnesium, 4 % Schwefel und 20 % Natrium enthält. Seine Anwendung ist sowohl im ökologischen Landbau als auch in Landschafts­pflegeprogrammen zugelassen.

 

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, und Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, begutachten die Grasnarbe der Weideflächen.

Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan, und Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Austausch über die Ausbringungseigenschaften von Magnesia-Kainit<sup>®</sup>.

Magnesia-Kainit<sup>®</sup>.

Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, und Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, begutachten die Grasnarbe der Weideflächen (l.). Wilfried Kübbeler-Hecker, Leiter der Gutsverwaltung Schlenderhan, und Reinhard Elfrich, Regionalberater der K+S KALI GmbH, im Austausch über die Ausbringungs­eigenschaften von Magnesia-Kainit® (Mitte). Magnesia-Kainit®. (r.).

 

Magnesia-Kainit® erhöht Mineralstoffgehalte im Gras

Untersuchungen zeigen, dass die Grasgehalte an Magnesium, Schwefel und Natrium durch den Einsatz von Magnesia-Kainit® gezielt erhöht werden können. Auch die angestrebten Verhältnisse von Stickstoff zu Schwefel sowie Kalium zu Natrium werden positiv beeinflusst.

 

Veränderung der Inhaltstoffe durch Düngung mit Magnesia-Kainit®
Aufwandmenge Magnesia-Kainit® 0 800 kg ha-1  
Mineralstoffgehalte Aufwuchs     Zielwert
Magnesium (g kg-1 TS) 1,8 2,1 > 2,0
Natrium (g kg-1 TS) 0,5 2,3 > 2,0
Schwefel (g kg-1 TS) 2,4 3,9 > 2,0
Verhältnis Stickstoff/Schwefel 13 : 1 10 : 1 12 : 1
Verhältnis Kalium/Natrium 69 : 1 22 : 1 20 : 1

 

 

Magnesia-Kainit® verbessert das Fressverhalten

Auf beiden Gestüten fällt die Ebenmäßigkeit der Grasnarbe ins Auge – ein Zeichen dafür, dass der Grasbestand gleichmäßig über die gesamte Fläche abgeweidet wird. „Dies ist vor allem auf den erhöhten Gehalt an Natrium im Gras durch die Magnesia-Kainit®-Düngung zurückzuführen“, so Reinhard Elfrich. „Natrium verbessert die Schmackhaftigkeit des Futters ganz

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Weitere Informationen zu den Inhaltsstoffen und zur Wirkungs­weise von Magnesia-Kainit® finden Sie auf folgenden Seiten.

Produktseite Magnesia-Kainit®

Produktflyer Magnesia-Kainit®

Weidedüngung

entscheidend. Die Weiden werden besser ausgefressen und der Anteil an Geilstellen eingeschränkt.“ Eine Aussage, die beide Betriebsleiter aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen voll bestätigen können.

 

Natriumversorgung ist bei Pferden oft kritisch

„Darüber hinaus trägt die Düngung mit Magnesia-Kainit® zu einer verbesserten Natriumversorgung über das Weidegras bei“, ergänzt Reinhard Elfrich. Natrium ist bei Pferden das am häufigsten defizitäre Mineral. Es ist unentbehrlich für die Steuerung des Säure/Basen- sowie des Wasserhaushaltes. Der Bedarf steigt mit zunehmender Bewegungsleistung, da Natrium schnell ausgeschwitzt wird.

 

Warum das Abäppeln so wichtig ist

Neben dem Düngungsmanagement entscheidet ein weiterer Faktor ganz wesentlich über die Weidequalität: die regelmäßige und möglichst rasche Entfernung des Pferdekots. Die Pferdeäpfel sind Parasitenbrutstätten, die unter ihnen liegende Grasnarbe wird zerstört. Hinzu kommt, dass die Pferde das Gras im Umfeld der Kothaufen meiden. Folgen verbleibenden Pferdekots sind die Bildung unerwünschter Geilstellen und eine Erhöhung des Parasitendruckes. Letzterer ist in der Fohlenaufzucht ganz besonders problematisch.

 

Abäppeln leicht gemacht

Die mechanisch aufwändige und meist wenig beliebte Arbeit des Abäppelns wird im Gestüt Erftmühle höchst innovativ gelöst – dort ist seit einigen Monaten ein selbstfahrender „Äppel-Staubsauger“ im Einsatz.

 

„Ich habe mir gedacht, was für Laub geht, muss doch auch für die Pferdeäpfel gehen, und habe John Deere angesprochen. Zusammen haben wir dann das Gerät entwickelt, das jetzt bei uns im Einsatz ist“, erzählt Heinz Hönning begeistert. „Bei 60 Pferden und unserer Besatzdichte von 1,5 bis 2 Pferden je Hektar ist Abäppeln ein Muss und von Hand nicht mehr zu machen. Die Investition von rund 25.000 Euro in das Gerät hat sich auf jeden Fall gelohnt. Damit schaffen wir es, jede Weide einmal in der Woche komplett vom Pferdekot zu befreien.“

 

Optimiertes Weidemanagement macht die Pferde fit

„Die Pferde sind besser geworden von der Konstitution her. Sie laufen schneller,“ ist die spontane Antwort von Heinz Hönning auf die Frage, ob und wie sich sein Weide- und Düngungsmanagement bei den Pferden bemerkbar macht.

 

Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, mit einem Nachwuchsrennpferd.

Jungpferde auf der Weide.

Jungpferde, die sich gerne austoben.

Heinz Hönning, Inhaber des Gestütes Erftmühle, mit einem Nachwuchsrennpferd (l.). Jungpferde, die sich gerne austoben (Mitte und r.).

„Und darauf kommt es bei uns im Rennsport schließlich an. Unsere Fohlen sind gesünder, seitdem wir auf die übliche prophylaktische Wurmkur in den ersten vier Lebens­monaten verzichten und nach Bedarf entwurmen. Die haben weniger Durch­fall und sind fitter, denn die Wurmkur macht ja auch die Darm­flora kaputt. Vermutlich spielt hier die Umstellung von Kalk­ammon­salpeter auf Kalk­stickstoff eine wichtige Rolle. Und durch den Einsatz von Magnesia-Kainit® stellen wir neben der Kaliumversorgung der Böden eine kontinuierliche Zufuhr von Schwefel, Natrium und Magnesium über das Weidegras sicher.“

 

Mischbeweidung mit Rindern fördert Weidequalität

Pferde und Rinder haben ein sehr unterschiedliches Weideverhalten und damit auch jeweils andere Auswirkungen auf die Weideflächen. Im Gegensatz zu Rindern besitzen Pferde einen starken Bewegungsdrang und wechseln den Weideplatz recht häufig. Ihre Weidetechnik ist durch einen tiefen Verbiss mit Lippen und Zähnen geprägt, was zu einer starken Beanspruchung der Grasnarbe führt. Hinzu kommt ihr ausgeprägtes Selektionsverhalten – weniger schmackhafte Futterstellen werden gemieden.

 

Wenn die Futtergrundlage ausreichend ist, sind im Gestüt Schlenderhan auf den Pferdeweiden Pensionsrinder zu Gast.

Stuten, Fohlen und Rinder vertragen sich gut auf einer Weide.

Die Nähe der Artgenossen ist den Rindern augenscheinlich wichtig.

Wenn die Futtergrundlage ausreichend ist, sind im Gestüt Schlenderhan auf den Pferdeweiden Pensionsrinder zu Gast (l.). Stuten, Fohlen und Rinder vertragen sich gut auf einer Weide (Mitte). Die Nähe der Artgenossen ist den Rindern augenscheinlich wichtig (r.).

„Die Pensionsrinder helfen, den Grasbestand gleichmäßig abzufressen. Sie grasen noch ab, was die wählerischen Pferde haben stehenlassen. Wenn genügend Futter zur Verfügung ist, kommt das den Weiden sehr zugute. Der Besatz mit Rindern liegt bei etwa 0,5 Tieren pro Hektar. Wenn das Futter mal knapp wird, werden die Rinder wieder abgeholt“, erläutert Wilfried Kübbeler-Hecker die Mischbeweidung auf Gestüt Schlenderhan.

 

Tipps für die Bewirtschaftung von Pferdeweiden

Die beiden Vollblutgestüte zeigen, welche Maßnahmen für eine erfolgreiche Bewirtschaftung von Pferdeweiden wichtig sind.

Pferd beim Grasen.

Trotz unterschiedlicher Anforderungen im Einzelbetrieb lassen sich einige generelle Empfehlungen für das Weide- und Düngungsmanagement in der Pferdehaltung benennen:

 

Fazit

Beide Gestüte bestätigen die positiven Effekte durch Magnesia-Kainit® auf Pferdeweiden. Durch höhere Magnesium-, Schwefel- und Natriumwerte im Aufwuchs erhöhen sich die Schmackhaftigkeit und die Qualität des Futters für die Weidetiere. Gleichzeitig bekämpft Magnesia-Kainit® Moose und unerwünschte Pflanzen wie Jakobskreuzkraut und ist dabei auch im Ökologischen Landbau und in Landschaftspflegeprogrammen zugelassen. Magnesia-Kainit® zeichnet sich für den Landwirt gleichzeitig durch die einfache Handhabung aus: Im Vergleich zu anderen Düngemitteln kann der Zeitpunkt für die Ausbringung von Magnesia-Kainit® freier gewählt werden und ist unabhängiger von den vorherrschenden Wetterbedingungen. Und nicht zuletzt können die Tiere während des Ausbringens auf der Weide verbleiben.

 

Weitere Informationen zur Bewirtschaftung von Pferdeweiden finden Sie in unserer Broschüre „Informationen zur Düngung von Weiden“. Sie können die Broschüre kostenfrei bei uns bestellen oder als PDF-Dokument herunterladen.

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