Das 1x1 der Mangelsymptome

Pflanzennährstoffe  ›   Fachinformationen  ›   Mangelsymptome  ›  

Stickstoffmangel (N)

Stickstoffmangel ist an der langsamen vegetativen Entwicklung sowie der Aufhellung der Pflanzen erkennbar. Betroffen sind, im Gegensatz zu Schwefel und vielen Mikronährstoffen, zunächst die älteren Blätter. An diesen treten chlorotische, später nekrotische Flecken auf, was sich bei länger anhaltendem Mangel auch auf die mittleren und jüngeren Blätter ausbreitet. Dabei tritt die Chlorose zunächst am Blattrand auf und nimmt in Richtung der Hauptader zu.

Stickstoffmangel bei Paprika ist auch an kleinen, dünnen, langen und krummen Schoten zu erkennen, welche ein nur sehr dünnes Fruchtfleisch ausbilden. Gurkenpflanzen reagieren auf Stickstoffmangel durch Ausbildung dünner, krummer und blasser Früchte. In Abhängigkeit vom Anthocyangehalt der Sorte kann es beim Kohl neben der Aufhellung des Grüns auch zu einer helllila Verfärbung kommen. Tomatenpflanzen reagieren auf Stickstoffmangel mit vermindertem Längenwachstum, sowie mit weniger Seitentrieben und kleineren Tomaten. Sowohl Kohl als auch Salat bilden unter Stickstoffmangel nur sehr kleine, leichte Köpfe aus.

Der Stickstoffbedarf bei Gemüse sollte durch eine kombinierte Start- und Kopfdüngung sichergestellt werden. Beim Kohl und der Gurke hat es sich bewährt, vor dem Anbau der Kulturen auch organisch zu düngen. Eine Blattdüngung mit N-haltigen Düngemitteln kann sehr effektiv sein, allerdings ist diese Behandlung nur bei schwachem Mangel sinnvoll. Eine mineralische Startdüngung kombiniert mit ein bis mehreren Kopfdüngungen ist daher zu empfehlen um einem Mangel vorzubeugen beziehungsweise entgegenzuwirken.

Weitere Informationen

Wählen Sie eine Website