Das 1x1 der Mangelsymptome

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Magnesiummangel (Mg)

Typisch für Magnesiummangel bei Gemüse ist die sich zwischen den Blattadern entwickelnde, leuchtend gelb bis orange-gelbe Chlorose. Bei anhaltendem Mangel kommt es im weiteren Verlauf auch zum Absterben des Gewebes. Typischerweise sind auf Grund der Phloemmobilität des Magnesiums die älteren Blätter zuerst betroffen. Bei einkeimblättrigen Pflanzen zeigt sich ein Magnesiummangel in Form von Punkten oder Streifen und wird daher häufig als so genannte „Streifenchlorose“ bezeichnet. Bei zweikeimblättrigen Pflanzen hingegen, zu denen mit Ausnahme der Zwiebel fast alle Gemüsekulturen zählen, bildet sich die Chlorose zwischen den einzelnen Blattadern aus. Dies führt zum charakteristischen marmorartigen Aussehen der Blätter. Die Chlorose beginnt bei Magnesiummangel im Gegensatz zu Kaliummangel vom Blattstiel aus und verläuft in Richtung Blattspitze, wobei die dicken Blattadern lange grün bleiben. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer „Interkostalchlorose“.

Magnesiummangel tritt in der intensiven Gemüseproduktion immer häufiger auf, wobei hiervon besonders Paprika und auf Grund eines überdurchschnittlichen Bedarfes die Tomate betroffen sind. Die Färbung von Kohl bei Magnesiummangel ist abhängig von der Sorte und dem damit verbundenen Anthocyangehalt. Magnesiummangel an Melone ist ähnlich wie auch ein Kaliummangel erst nach dem Fruchtansatz erkennbar. Bei Leguminosen wie beispielsweise der Erbse und der Bohne ist neben der Verfärbung der Blätter häufig ein Verdrehen bzw. Einklappen der Blätter zu beobachten.

Um einen Magnesiummangel entgegen zu wirken sollte eine ausgewogene Grunddüngung erfolgen, in der ESTA® Kieserit oder Patentkali® ausgebracht und ggf. eingearbeitet werden sollten. Im Laufe der Vegetationsperiode können EPSO-Blattdünger zusammen mit Pflanzenschutzbehandlungen regelmäßig ausgebracht werden, um den Bedarf zu decken.

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