Das 1x1 der Mangelsymptome

Pflanzennährstoffe  ›   Fachinformationen  ›   Mangelsymptome  ›  

Kaliummangel (K)

Ausgehend von den älteren Blättern kommt es bei Kaliummangel bei Gemüse zunächst zu chlorotischen und später nekrotischen Gewebeverfärbungen der Blattspitzen und Blattränder. Im fortgeschrittenen Stadium treten Chlorosen und später Nekrosen auch zwischen den Blattadern auf, wobei die Hauptadern noch lange Zeit grün bleiben. Bedingt durch den Mangel an Kalium sind die Pflanzen empfindlicher gegenüber Trockenheit, Frost sowie Pflanzenpathogenen. Darüber hinaus kommt es zur Verschlechterung der Transport-, Lager- und Verarbeitungseigenschaften fast aller wichtigen Gemüsekulturen.

Kaliummangel kann bei Gurke und Tomate zudem zu einer Reduktion des Längenwachstums sowie zu einer reduzierten Seitentriebbildung führen. Kaliummangel an Tomaten zeigt sich durch ungleichmäßige Verfärbung der Früchte, wobei sich in der Nähe des Stängels grün-bräunliche bis braun-gelbliche Flecken bilden können. Möhren fallen durch eine blasse Ausfärbung der Rübe auf. Die Melonenpflanze unter Kaliummangel ist empfindlicher gegenüber Pilz- und Bakterienkrankheiten, reift langsamer und die Frucht hat weniger Geschmack. Bei Erbsen- und Bohnenpflanzen kommt es neben den chlorotischen bzw. nekrotischen Flecken zum Einrollen der Blätter sowie zu verkürzten Internodien bei der Bohne. Die Stickstofffixierung von Leguminosen kann durch Kaliummangel gestört werden, so dass sich ggf. auch Stickstoffmangelsymptome zeigen können.

Gemüsearten haben einen hohen Kaliumbedarf, der sogar über dem Stickstoffbedarf liegt. Daher ist es kaum möglich, einen akuten Mangel an Kalium durch Blattdüngung zu behandeln. Vielmehr sollte der Fokus darauf liegen, einen ausreichenden Bodengehalt vor bzw. zum Anbau der Kultur sicher zu stellen. Auf Grund der Chloridempfindlichkeit einiger Gemüsekulturen empfiehlt sich eine Düngung mit Kaliumdünger auf sulfatischer Basis wie Patentkali® oder KALISOP®. Hinsichtlich der Höhe der K2O-Düngung muss je nach Kultur und Ertragsniveau unterschieden werden, bei Kohl beträgt diese 250-300 kg K2O ha-1, eingeteilt in Grund-, Start- und Kopfdüngung.

Weitere Informationen

Wählen Sie eine Website