Pflanzennährstoffe  ›   Fachinformationen  ›   Kulturen  ›  

Weinanbau

Weinqualität beginnt mit der Düngung

Kalium schützt die Reben vor Stress und stärkt die Widerstandskraft

Magnesium wirkt gegen Stiellähme

Schwefel und Spurenelemente nicht vergessen

Düngeempfehlungen

 

Weinqualität beginnt mit der Düngung

Hauptziel der modernen Rebernährung ist es, die Düngung im Einklang mit Bodenfruchtbarkeit, Ertrag und Qualität zu optimieren. Dazu müssen alle Makro- und Mikronährstoffe im Boden in leicht aufnehmbarer Form und im harmonischen Verhältnis zueinander vorliegen.

 

Die Rebe benötigt während der gesamten Vegetationsperiode - insbesondere bei Bedarfsspitzen und Stresssituationen - eine gesicherte Nährstoffnachlieferung.

 

Ernährungsstörungen führen zu:

  • Chlorosen 
  • Wachstumsdepressionen
  • Traubenwelke
  • Stiellähme
  • Stockausfällen
  • verminderter Weinqualität (untypische Alterungstöne (UTA), Böckserbildung)

 

Die Rebe gilt als chloridsensible Kultur und bevorzugt deswegen die sulfatische Kaliumform, wie sie im Patentkali und Kaliumsulfat enthalten ist.

Seitenanfang

 

Kalium schützt die Reben vor Stress und stärkt die Widerstandskraft

  • Bei einer Ertragserwartung von ca. 11 t ha-1 Trauben werden im Vegetationsverlauf durch den Rebstock ca. 90 kg K2O ha-1 aufgenommen.
  • Bei guter Kaliumversorgung werden zeitlich begrenzte Wassermangelperioden, Trocken- bzw. Hitzestress durch die Pflanzen besser verkraftet.
  • Hohe Kaliumkonzentrationen im Zellsaft und damit verbundene höhere Zuckergehalte erniedrigen den Gefrierpunkt und verringern dadurch die Gefahr von Frostschäden.
  • Kalium verbessert die Holzausreife des Rebstockes. Dadurch wird dieser winterhart und Stockausfälle werden reduziert.
  • Über einen verbesserten Fruchtansatz wird der Traubenertrag gesteigert.
  • Kalium wirkt positiv auf die Weinqualität. Durch die Erhöhung des Extraktstoffgehaltes in den Beeren wird der Weingeschmack verbessert.

Seitenanfang

 

Magnesium wirkt gegen Stiellähme

Die Stiellähme wird verursacht durch:

  • einen geringen Magnesiumgehalt im Boden, das K:Mg-Verhältnis ist größer 2:1
  • einen geringen Humusgehalt im Boden
  • Wechselwetter von nasskalt hin zu warm
  • eine zu hohe N-Versorgung bzw. späte N-Nachlieferung

 

Der Einfluss von EPSO Top und EPSO Microtop auf die Reduzierung der Stiellähme im Weinanbau

 

  Kontrolle Zweimalige Blattdüngung
mit EPSO-Produkten
Befallshäufigkeit mit Siellähme 61 % 15 %
Wirkungsgrad - 66 %
Traubenertrag 8,1 t ha-1 10,1 t ha-1
Mostgewicht 75°Oe 77°Oe

 

(Versuch über 5 Vegetationsperioden, nach Leonhardt)

 

 

Ähnlich wie bei der Stiellähme zeigen Behandlungen mit Produkten aus der EPSO-Familie auch Wirkung gegen Traubenwelke.

Seitenanfang

 

Schwefel und Spurenelemente nicht vergessen

  • Schwefel verbessert die N-Effizienz der Reben.
  • Durch den steigenden Aminosäuregehalt im Most wird der Geschmack des Weines positiv beeinflusst.
  • Die Schwefelgabe erhöht den Tannin- und  Farbstoffgehalt des Weines. Dadurch wird die Qualität des Weines verbessert. So verhindern z.B. Tannine die Oxidation des Weines und verleihen ihm die charakteristisch raue Note von Trockenheit.
  • Schwefel verringert die Anfälligkeit gegenüber Botrytis.
  • Die Schwefelversorgung über Netzschwefel als Fungizid ist nicht ausreichend.
  • Bor ist u.a. für die Befruchtung der Blüten von großer Bedeutung. Bei Mangel kommt es zu geringerem Fruchtansatz und missgebildeten Trauben.
  • Bor aktiviert die Bildung des Transportzuckers Saccharose. In den Beeren wird dieser Zucker dann in Glucose und Fructose umgewandelt.
  • Der frühe Beerenfall (Verrieseln) wird durch eine optimale Bor-Versorgung verhindert.
  • Mangan beeinflusst die Chlorophyllsynthese. Bei guter Versorgung wird die Assimilationsleistung der Blätter gewährleistet und die für die Beeren so wichtige Zuckerbildung garantiert.

Seitenanfang

 

Düngeempfehlungen

Empfehlung zur Bodendüngung

 

Empfehlungen zur Blattdüngung

  • EPSO Top als Vorbeugemaßnahme. Es empfiehlt sich eine zwei- bis dreimalige Anwendung in zweiwöchigen Abstand nach der Blüte. EPSO Top®
  • EPSO Microtop zur vorbeugenden Behandlung von Bor- und Mangan-Mangel. Es kann ab dem Stadium der Vorblüte  (BBCH 53 bis 60) als 2-5%ige Lösung (20-25 kg ha-1) in ein- oder 2maliger Anwendung ausgebracht werden. EPSO Microtop®

Wählen Sie eine Website