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Sonnenblume

Sonnenblumen - Ölpflanze mit Anspruch

Kalium - höchster Bedarf für Ertrag und Qualität

Schwefel und Magnesium zur Sicherung des Ölgehaltes

Bor und Mangan - zwei wichtige Spurenelemente

Düngeempfehlungen

 

Sonnenblumen - Ölpflanze mit Anspruch

Der Anbau von Sonnenblumen zur Ölgewinnung im Nahrungsmittelbereich ist in Deutschland auf klimatisch günstige Regionen beschränkt. Sonnenblumen können dort mit Erfolg angebaut werden, wo auch Körnermais-Sorten der mittleren Reifegruppe sicher abreifen. Allerdings haben Sonnenblumen während der Blütenbildung einen höheren Wasseranspruch als Mais.

 

Durch ihr weitreichendes Büschel- und Faserwurzelsystem weisen sie jedoch in der übrigen Wachstumszeit eine gute Trockenheitsresistenz auf. Sonnenblumen nehmen bedingt durch die große Blatt- und Stängelmasse große Nährstoffmengen auf, die durch eine angemessene Düngung bereitgestellt werden müssen.


Um hohe Erträge zu realisieren, muss die geeignete Sorte für den jeweiligen Standort gewählt werden.

 

Auf folgende Kriterien sollte geachtet werden:

  • Kornertrag
  • Ölgehalt
  • Frühreife
  • Standfestigkeit 
  • Krankheitstoleranz

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Kalium - höchster Bedarf für Ertrag und Qualität

  • Die Sonnenblume hat einen sehr hohen Kaliumbedarf.
  • Im Vegetationsverlauf werden durch den Bestand etwa 300-400 kg K2O ha-1 aufgenommen.
  • Der größte Teil der Kaliumdüngung wird benötigt, um die große Blatt- und Stängelmasse der Pflanzen aufzubauen, während in den Achänen nur ca. 80 kg K2O ha-1 enthalten ist.
  • Eine optimale Kalium-Versorgung verbessert die Wasserausnutzung und erhöht die Widerstandskraft gegenüber Trockenheit.
  • Kalium stärkt die Resistenz gegenüber Krankheiten und fördert die Standfestigkeit. Hierdurch wird die Grundlage für hohe Erträge geschaffen.
  • Kalium aktiviert Enzyme, die für die Ölbildung verantwortlich sind und erhöht dadurch den Ölgehalt in den Achänen.

 

Sonnenblumen gehören zu den chloridempfindlichen Pflanzen. Daher sollte besonders zu Vegetationsbeginn eine sulfatische Kaliumdüngung (z. B. mit Patentkali®) durchgeführt werden.

 

Im Frühjahr ausgebrachte chloridhaltige Dünger können die Auflaufrate, das Wachstum, den Ertrag und den Ölgehalt verringern. Chloridhaltige Kali-Dünger (z. B. Korn-Kali®) können jedoch bei der Herbstdüngung auf mittleren bis schweren Böden angewandt werden.

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Schwefel und Magnesium zur Sicherung des Ölgehaltes

Schwefel

  • Die Sonnenblume hat mit 40-50 kg ha-1 einen ähnlich hohen Schwefelbedarf wie Raps.
  • Eine optimale Schwefelversorgung führt zu einer effizienteren Stickstoffverwertung. Dies wirkt sich positiv auf den Ertrag aus.
  • Schwefel hat spezielle Funktionen im Fett-Stoffwechsel der Sonenblume und ist daher für hohe Ölgehalte unentbehrlich.

 

Magnesium

  • Ein gut entwickelter Bestand nimmt innerhalb eines kurzen Zeitraumes etwa 50-70 kg MgO ha-1 auf.
  • Eine ausreichende Magnesiumversorgung garantiert eine lang anhaltende Assimilation der Sonnenblumenblätter und beeinflusst somit die Ertragsbildung positiv.
  • Magnesium wirkt regulierend auf den Zitronensäurezyklus in der Zellatmung und steigert auf diese Weise die Ölbildung.

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Bor und Mangan - zwei wichtige Spurenelemente

  • Sonnenblumen haben einen relativ hohen Bor-Bedarf.
  • Ein gut mit Bor versorgter Bestand kann sein Büschel- und Faserwurzelsystem optimal entwickeln und trägt so zu einer guten Nährstoffaufnahme aus dem Boden bei.
  • Bor beeinflusst auch das Wachstum der oberirdischen Bestandteile. So kommt es bei Mangel z.B. zu Deformationen der Blütenkörbe und in der Folge zu Ertragseinbußen.
  • Mangan ist an der Steuerung der Photosynthese beteiligt. Hierdurch wird die Assimilationsleistung der Sonnenblume verbessert und der Ertrag nachhaltig positiv beeinflusst.
  • Über seine regulierende Wirkung im Fettsäurestoffwechsel sichert Mangan einen hohen Ölgehalt.

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Düngeempfehlungen

Empfehlungen zur Bodendüngung

  • 400-500 kg ha-1 Korn-Kali bei Düngung im Herbst zur Abdeckung des Kalium-Bedarfs und gleichzeitigen Absicherung des Magnesium- und Schwefelbedarfs. 
    Korn-Kali®
  • 500-700 kg ha-1 Patentkali bei Frühjahrsdüngung, z. B. auf leichten Böden, um die Kalium-Versorgung und gleichzeitig den Magnesium- und Schwefel-Bedarf zu sichern, ohne den Chlorid-Gehalt im Boden zu erhöhen. Patentkali®
  • 300-400 kg ha-1 ESTA Kieserit gran. bei akutem Magnesium- und Schwefel-Mangel.
     ESTA® Kieserit gran.

 

Empfehlung zur Blattdüngung

  • Zur Deckung des Spitzenbedarfs und zur Bekämpfung latenten Magnesium- und Schwefelmangels werden 15-25 kg ha-1 EPSO Top in 5 %iger Lösung empfohlen. Bei starkem Mangel oder sichtbaren Mangelsymptomen kann die Aufwandmenge bis zu 50 kg ha-1, aufgesplittet in zwei bis vier Teilapplikationen, erhöht werden. EPSO Top®
  • Bei zusätzlichem Bor- oder Manganbedarf werden 20-25 kg ha-1 EPSO Microtop 
    (5 kg/100 l Wasser), eventuell in mehreren Teilgaben, gedüngt. 
    EPSO Microtop®

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