Zuckerrüben werden in erster Linie zur Zuckerproduktion angebaut. Daneben gibt es weitere Entwicklungen im Bioenergiesektor wie Ethanol, Biogas oder auch Biokunststoff, die in Zukunft Potential für neue Verwertungsrichtungen der Zuckerrübe bieten können. Die nachhaltige Produktion des qualitativ hochwertigen Rohstoffs Zuckerrübe erfordert eine ausgefeilte Anbautechnik und den ökonomisch wie ökologisch optimalen Einsatz von Betriebsmitteln.
Innerhalb der Fruchtfolge stellt die Zuckerrübe die höchsten Ansprüche an die Nährstoffversorgung. Dabei spielen nicht nur die Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg) und Schwefel (S) eine wesentliche Rolle, sondern auch Spurenelemente, wie Bor (B) und Mangan (Mn).
Der Anbau von Zuckerrüben bringt viele positive Effekte mit sich. Die Zuckerrübe lockert intensive Getreidefruchtfolgen auf, steigert die Bodenfruchtbarkeit und trägt zu einer vielfältigen Bodenbewirtschaftung bei.
Zahlreiche Ergebnisse aus umfangreichen Feldversuchen zeigen die deutlich ausgeprägte Ertragswirkung der Kaliumdüngung zu Zuckerrüben – auch bei hoher Kaliumversorgung des Bodens.
Zur Sicherung eines hohen Zuckerertrages benötigt die Zuckerrübe neben Kalium und Stickstoff auch die Nährstoffe Magnesium, Natrium, Schwefel, Bor und Mangan in einem ausgewogenen Verhältnis.
Ziel der Düngung ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, um langfristig das natürliche Ertragspotential ausschöpfen zu können. Dazu muss ein optimaler Nährstoffgehalt im Boden erhalten werden (in Deutschland Bodengehaltsklasse „C“), d.h. mit dem Erntegut abgefahrene Nährstoffe müssen durch Düngung ersetzt werden. Zuzüglich zum Nährstoffentzug kommen Zuschläge für standortspezifische Verluste (beispielsweise durch Auswaschung) und zum Ausgleich früherer Defizite.
Der Gesamtentzug eines Pflanzenbestandes ergibt sich aus dem Nährstoffentzug durch Abfuhr des Haupternteproduktes (z.B. Korn, Knolle, Rübe) und des Ernterestes (z.B. Stroh, Kraut, Blatt). Verbleiben die Erntereste auf der Fläche, so muss nur der Nährstoffentzug durch das Haupternteprodukt ersetzt werden.
| Gesamtentzug (inkl. Ernterückstände) | Entzug durch Haupternteprodukt | Düngungsempfehlung für Nährstoffentzüge bei optimaler Nährstoff-Bodengehaltsklasse pro Hektar |
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|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtentzug | durch Haupternteprodukt | ||||
| (kg ha-1) K2O / MgO / S |
(kg ha-1) K2O / MgO / S |
Kalium | Magnesium | Kalium | Magnesium |
| Zuckerrübe (bei 65 t Ertrag) |
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| 460 / 100 / 20 | 160 / 50 / 10 | 1150 kg Korn-Kali® | 400 kg ESTA® Kieserit | 400 kg Korn-Kali® | 200 kg ESTA® Kieserit |
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Zur Deckung des Spitzenbedarfs und zur Bekämpfung latenten Magnesium- und Schwefelmangels werden 15-25 kg EPSO Top® ha-1 in 5 %iger Lösung empfohlen. Bei starkem Mangel oder sichtbaren Mangelsymptomen kann die Aufwandmenge bis zu 50 kg ha-1, aufgesplittet in zwei bis vier Teilapplikationen, erhöht werden.
Eine 5 %ige Lösung mit EPSO Microtop® kann zwischen Reihenschluss und Ende Juli/Anfang August (mit der Fungizidmaßnahme) ausgebracht werden, um zusätzlich den Bor- bzw. den Manganbedarf der Zuckerrübe sicherzustellen.
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