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Kartoffel

Die Kartoffel – Nahrungsmittel und nachwachsender Rohstoff

Kalium für sichere Erträge und beste Kartoffelqualität

Unterschiedliche Qualitätsanforderungen im Kartoffelanbau

Magnesium, Mangan und Bor – das i-Tüpfelchen durch Blattdüngung

Düngeempfehlungen für Kartoffeln

Video zur Nährstoffversorgung bei Kartoffeln

 

Die Kartoffel – Nahrungsmittel und nachwachsender Rohstoff

Der Einsatzbereich der Kartoffel hat sich in den letzten Jahren stetig erweitert. Neben der traditionellen Verwendung als Nahrungsmittel nimmt ihre Bedeutung im „Non-Food-Bereich“ immer mehr zu. So wird die aus der Kartoffel extrahierte Stärke in der Papierindustrie, als Baustoff, als Klebstoff, in der Biotechnologie, als Reinigungsmittel, in der Kosmetik und in pharmazeutischen Produkten eingesetzt.

 

Die Wirtschaftlichkeit des Kartoffelanbaus wird durch den Ertrag und die Qualität bestimmt. Grundlage hierfür ist zum einen der natürliche Standort und zum anderen eine richtige Sortenwahl in Abhängigkeit von der Verwendungsrichtung sowie einer kontrollierten Bestandesführung. Neben Pflegemaßnahmen kommt der Düngung eine große Bedeutung zu, da die Kartoffel einen hohen Nährstoffbedarf (Nährstoffzehrer) besitzt. Eine an die Ertragsleistung angepasste Düngung nimmt positiven Einfluss auf eine Vielzahl von Qualitätsmerkmalen. Ebenso wird die Widerstandskraft der Pflanzen und die Lagerfähigkeit der Knollen verbessert.

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Kalium für sichere Erträge und beste Kartoffelqualität

Kalium wird mengenmäßig am stärksten von den Pflanzen aufgenommen und bestimmt maßgeblich den Ertrag und die Qualität. Ein Kartoffelbestand entzieht dem Boden pro 10 t Knollenertrag ca. 60 kg K2O.

 

Kalium nimmt positiven Einfluss auf:

  • die Blattgesundheit
  • die Effizienz der Stickstoffdüngung
  • den Wasserhaushalt der Pflanzen
  • den Knollenertrag und den Vitamin C-Gehalt
  • die Ertragssicherheit

 

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Unterschiedliche Qualitätsanforderungen im Kartoffelanbau

Die Qualitätsanforderungen im Kartoffelanbau richten sich nach der jeweiligen Verwertungsrichtung (Speise-, Veredlungs-, Stärkekartoffel oder Pflanzkartoffeln). So wird z.B. bei den Veredlungsprodukten (Pommes frites und Kartoffelchips) ein mittelhoher und für die Stärkeproduktion ein hoher Stärkegehalt verlangt.

 

Bei Speisekartoffeln kommt den Kocheigenschaften größere Bedeutung zu als der Höhe des Stärkegehaltes. So sollen die Kartoffeln beim Kochen nicht zerfallen und keine Verfärbungen aufweisen.

 

Um den jeweiligen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, kommt es zum einen auf die richtige Sortenwahl und zum anderen auf eine zielgerichtete Düngung an.

 

So beeinflusst vor allem der Nährstoff Kalium eine Vielzahl von Qualitätsmerkmalen, die sich positiv auf den Anteil an marktfähiger Ware auswirken:

  • Kalium vermindert die Verfärbungsneigung in der Knolle wie Schwarzfleckigkeit, Kochdunklung und Rohbreiverfärbung.
  • Kalium erhöht den Zitronensäure- und Vitamin C-Gehalt der Kartoffelknolle und beeinflusst den Stärkegehalt der Knolle.
  • Kalium vermindert den Gehalt an reduzierenden Zuckern (wichtig für die industrielle Verarbeitung).
  • Durch eine angepasste Kaliumdüngung werden die Ernteverträglichkeit sowie die Lagerfähigkeit verbessert. Dies führt zu einer Herabsetzung der Stoßempfindlichkeit infolge einer guten Knollenausreife.

 

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Magnesium, Mangan und Bor – das i-Tüpfelchen durch Blattdüngung

Kartoffeln werden häufig auf leichten, magnesiumarmen Standorten angebaut. Hier muss die Magnesiumversorgung über eine Düngung sichergestellt werden.

 

Magnesium ist unverzichtbar für die Assimilationsleistung der Pflanzen und beeinflusst die Bildung von Proteinen und Kohlenhydraten sowie deren Einlagerung in die Knollen.

 

Magnesium, aber auch Mangan fördert die Konzentration wertbestimmender Inhaltsstoffe wie Zitronensäure und Vitamin C. Des Weiteren erhöhen sie die Resistenz der Kartoffelknolle gegenüber der Verfärbungsneigung bei der Weiterverarbeitung von Veredlungsprodukten.

  

Bor ist wichtig für die Zellausbildung, die Stabilisierung der Zellwände und für die Bildung energiereicher Inhaltsstoffe wie Zucker und Stärke.

 
Die positive Wirkung von Magnesium aber auch der Spurenelemente Mangan und Bor auf die Reduzierung der Schwarzfleckigkeit bei Kartoffeln konnte über Düngungs­versuche mit EPSO Top® und EPSO Microtop® nachgewiesen werden.

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Düngeempfehlungen für Kartoffeln

Ziel der Düngung ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, um langfristig das natürliche Ertragspotential ausschöpfen zu können. Dazu muss ein optimaler Nährstoffgehalt im Boden erhalten werden (in Deutschland Bodengehaltsklasse „C“), d.h. mit dem Erntegut abgefahrene Nährstoffe müssen durch Düngung ersetzt werden. Zuzüglich zum Nährstoffentzug kommen Zuschläge für standortspezifische Verluste (beispielsweise durch Auswaschung) und zum Ausgleich früherer Defizite.

 

Der Gesamtentzug eines Pflanzenbestandes ergibt sich aus dem Nährstoffentzug durch Abfuhr des Haupternteproduktes (z.B. Korn, Knolle, Rübe) und des Ernterestes (z.B. Stroh, Kraut, Blatt). Verbleiben die Erntereste auf der Fläche, so muss nur der Nährstoffentzug durch das Haupternteprodukt ersetzt werden.

 

Empfehlungen zur Bodendüngung

Der Nährstoff Kalium sollte in sulfatischer Form ausgebracht werden, da die Kartoffel zu den chloridempfindlichen Kulturen gehört. Der beste Zeitpunkt für die Kalium­düngung ist kurz vor dem Auspflanzen.

 

Die Düngung im Kartoffelanbau muss auf die Ertragserwartung und vor allem auf die Verwertungsrichtung abgestimmt sein.

 

Die Tabelle zeigt Düngungsempfehlungen berechnet am Nährstoffentzug des Haupt­ernteproduktes auf Basis optimaler Boden-Nährstoffgehalte (in Deutschland Boden­gehalts­klasse „C“). Zuschläge für standortspezifische Verluste durch Aus­wa­schung, Fixierung oder Erosion sind dabei nicht berücksichtigt.

 

Gesamtentzug (inkl. Ernte­rück­stände) Entzug durch Haupternte­produkt Düngungsempfehlung für Nährstoffentzüge
bei optimaler Nährstoff-Bodengehaltsklasse pro Hektar
    Gesamtentzug durch Haupternteprodukt
(kg ha-1)
K2O / MgO / S
(kg ha-1)
K2O / MgO / S
Kalium Magnesium Kalium Magnesium
Knollenertrag 45 t
300 / 25 / 12 270 / 18 / 11 1000 kg Patentkali® 100 kg ESTA® Kieserit 900 kg Patentkali® 90 kg ESTA® Kieserit
    Patentkali ESTA Kieserit Patentkali ESTA Kieserit

 

 

Empfehlungen zur Blattdüngung

 

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Video zur Nährstoffversorgung bei Kartoffeln

Nährstoffversorgung bei Kartoffeln – optimales Wachstum – mehr Ertrag

Ertrag und Qualität bestimmen die Wirtschaftlichkeit im Kartoffelbau. Die optimale Düngung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Von allen Nährstoffen ist Kalium das Nährelement, welches mengenmäßig am stärksten von den Pflanzen aufgenommen wird. Aber auch Magnesium, Mangan und Bor sind wichtige Nährstoffe für mehr Ertrag und optimale Qualität.

Hören und sehen Sie, was unser Fachberater zur Ausbildung hervorragender Kartoffelbestände und -erträge empfiehlt.

Zur Broschüre „Kartoffeldüngung – Informationen zum Anbau“

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