Raps
Raps für Öl und Energie
Der Rapsanbau hat in Europa eine große Bedeutung für viele landwirtschaftliche Betriebe. Rapsöl wird als hochwertiges Speiseöl auf den Weltmärkten verstärkt nachgefragt. Die Verarbeitung von Raps als nachwachsender Rohstoff für Biodiesel sorgt für eine zusätzliche Nachfrage.
Der beachtliche Vorfruchtwert von Raps, der bei Winterweizen bis zu 10 % Mehrertrag gegenüber Weizenselbstfolge betragen kann, steigert die Wirtschaftlichkeit der Fruchtfolge. Der Krankheitsdruck im Getreide nimmt durch Raps in der Fruchtfolge ab. Zudem eignet sich Raps besonders gut für die arbeits- und kostensparende pfluglose Bodenbearbeitung.
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Raps braucht Kalium
Raps stellt hohe Ansprüche an die Nährstoffversorgung und benötigt neben Stickstoff vor allem Kalium für eine optimale Ertragsbildung.
- Bei Vegetationsbeginn im Frühjahr werden in kurzer Zeit hohe Kaliummengen aufgenommen, da die Kaliumaufnahme der Trockensubstanzbildung vorausgeht.
- Ein Rapsbestand kann bei voll ausgebildetem Blattapparat bis zu 400 kg K2O ha-1 enthalten.
- Bis zum Eintritt der Winterruhe werden dem Boden je nach Entwicklungsstand bereits 100 kg K2O ha-1 entzogen.
- Bei guter Kaliumversorgung erhöht sich die Winterhärte, so dass die Auswinterungsschäden in strengen Wintern geringer ausfallen.
- Durch die Optimierung des Wasserhaushaltes kommen die Pflanzen länger mit den begrenzten Wasservorräten aus und trockene Perioden können besser überstanden werden.
- Die Ölbildung wird durch die Aktivierung der enzymatischen Vorgänge begünstigt.
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Magnesium und Schwefel für hohe Ölgehalte im Raps
Magnesium
- Die Magnesiumaufnahme bei Raps erfolgt hauptsächlich in der Zeit der Schotenausbildung.
- Der Magnesiumbedarf eines Rapsbestandes liegt etwa bei 60 kg MgO ha-1.
- Nach strengen Wintern mit hohen Blattverlusten ist eine gute Magnesiumversorgung zum Aufbau eines neuen Blattapparates notwendig.
- Durch die verbesserte Assimilationsleistung der Pflanzen und vor allem der Rapsschoten werden die Ölbildung und der Rapsertrag positiv beeinflusst.
Schwefel
- Raps hat mit 50-70 kg Schwefel ha-1 einen hohen Schwefelbedarf.
- Eine optimale Schwefelversorgung führt zu einer effizienteren Stickstoffverwertung und wirkt sich somit positiv auf den Ertrag aus.
- Der Ölgehalt wird positiv beeinflusst, da Schwefel an der Fettsäuresynthese unmittelbar beteiligt ist.
- Schwacher Schwefelmangel lässt sich bis zum späten Knospenstadium durch Blattapplikationen mit EPSO-Produkten beheben ohne Ertragseinbußen zu erleiden. Länger andauernder Mangel kann Ertragsverluste bis zu 75 % nach sich ziehen.
- Die Schwefelaufnahme im Raps verläuft parallel zur Magnesiumaufnahme. Daher bietet es sich an, beide Nährstoffe gemeinsam auszubringen.
- Wirtschaftseigene Dünger spielen als Schwefelquelle eine untergeordnete Rolle.
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Bordüngung – eine Standardmaßnahme im Rapsanbau
- Raps gehört zu den borbedürftigen Pflanzen.
- Während der Vegetationszeit nimmt ein Rapsbestand etwa 350-450 g Bor ha-1 auf.
- Verdickungen des unteren Stängelbereiches, gestauchter Wuchs, Hohlraumbildung in den Wurzeln, verkürztes Wurzelwachstum der Seitenwurzel sowie schlechter Schotenansatz nach der Blüte sind Folgen einer schlechten Borversorgung und wirken sich negativ auf den Ertrag aus.
- Im Zuge der Bodenuntersuchung ist es daher sinnvoll, für Rapsanbauflächen den Borgehalt zusätzlich zu ermitteln.
- Die Borgehalte sollten bei leichten Böden 0,2-0,5 mg Bor kg-1 Boden und bei schweren Böden 0,25-1,2 mg Bor kg-1 Boden nach CAT-Untersuchungsmethode nicht unterschreiten.
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Manganversorgung auf humosen Böden im Rapsanbau beachten
- Versorgungsengpässe treten vorwiegend auf Böden mit hohen Humusgehalten und/oder hohen pH-Werten sowie nach der Kalkung auf.
- Mangan beeinflusst – ähnlich wie Magnesium – die Chlorophyllbildung und die Photosynthese. Hierdurch wird die Assimilationsleistung der Rapspflanzen sichergestellt und der Ertrag positiv beeinflusst.
- Mangan fördert das Wachstum der Seitenwurzeln und verbessert so die Nährstoffaufnahme aus dem Boden.
- Nur ein gut versorgter Bestand kann sein Ertragspotenzial ausschöpfen.
- Zur Vermeidung von Nährstoffkonkurrenzen sollte eine Manganblattdüngung stets mit Magnesium kombiniert werden.
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Düngeempfehlungen für Raps
Ziel der Düngung ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, um langfristig das natürliche Ertragspotential ausschöpfen zu können. Dazu muss ein optimaler Nährstoffgehalt im Boden erhalten werden (in Deutschland Bodengehaltsklasse „C“), d.h. mit dem Erntegut abgefahrene Nährstoffe müssen durch Düngung ersetzt werden. Zuzüglich zum Nährstoffentzug kommen Zuschläge für standortspezifische Verluste (beispielsweise durch Auswaschung) und zum Ausgleich früherer Defizite.
Der Gesamtentzug eines Pflanzenbestandes ergibt sich aus dem Nährstoffentzug durch Abfuhr des Haupternteproduktes (z.B. Korn, Knolle, Rübe) und des Ernterestes (z.B. Stroh, Kraut, Blatt). Verbleiben die Erntereste auf der Fläche, so muss nur der Nährstoffentzug durch das Haupternteprodukt ersetzt werden.
Empfehlungen zur Bodendüngung
Die Tabelle zeigt Düngungsempfehlungen berechnet am Nährstoffentzug des Haupternteproduktes auf Basis optimaler Boden-Nährstoffgehalte (in Deutschland Bodengehaltsklasse „C“). Zuschläge für standortspezifische Verluste durch Auswaschung, Fixierung oder Erosion sind dabei nicht berücksichtigt.
| Gesamtentzug (inkl. Ernterückstände) |
Entzug durch Haupternteprodukt |
Düngungsempfehlung für Nährstoffentzüge
bei optimaler Nährstoff-Bodengehaltsklasse pro Hektar |
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Gesamtentzug |
durch Haupternteprodukt |
(kg ha-1)
K2O / MgO / S |
(kg ha-1)
K2O / MgO / S |
Kalium |
Magnesium |
Kalium |
Magnesium |
Raps
(bei 4 t Ertrag) |
| 210 / 40 / 20 |
40 / 20 / 15 |
525 kg Korn-Kali® |
160 kg ESTA® Kieserit |
100 kg Korn-Kali® |
100 kg ESTA® Kieserit |
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Empfehlungen zur Blattdüngung
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