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Grünland

Ausgewogene Düngung für bestes Grundfutter

Natrium für hohe Grundfutterleistung und Fruchtbarkeit

Magnesium

Hohe Proteingehalte nur mit Schwefel möglich

Gülledüngung durch Mineraldüngung sinnvoll ergänzen

Düngeempfehlungen

Video zur Nährstoffversorgung bei Grünland

 

Ausgewogene Düngung für bestes Grundfutter

Gesundes Grundfutter hat einen besonders hohen Nährstoffanspruch. Dies gilt für alle Nährstoffe. Es benötigt gerade deshalb eine ausgewogene Düngung. Diese muss die Anforderungen der Tierernährung mit berücksichtigen. Häufig allerdings werden die hohen Nährstoffentzüge von Grundfutterflächen unterschätzt.

 

Hohe Erträge und beste Qualität von Grundfutter werden nur durch optimale Düngung erreicht. Die Düngung beeinflusst…

  • die Ertragsleistung
  • die Anzahl der Nutzungen
  • die Mineralstoffgehalte
  • die botanische Zusammensetzung
  • den Protein- und Energiegehalt

… und damit Leistung und Fruchtbarkeit der Tiere.

 

Der Nährstoffentzug muss über die Düngung wieder ausgeglichen werden

 

Grünland Ertrag
(t ha-1 TM)
N
(kg ha-1)
P2O5
(kg ha-1)
K2O
(kg ha-1)
MgO
(kg ha-1)
S
(kg ha-1)
3 Nutzungen 7,5 165 70 220 35 20

4 Nutzungen

9,0 245 90 270 45 25
5 Nutzungen 11 305 110 330 55 30
Kleegras 15 380 130 630 60 35

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Natrium für hohe Grundfutterleistung und Fruchtbarkeit

  • Das Grundfutter muss ausreichend mit Natrium versorgt sein.
  • Das Aufnahmevermögen von Natriumchlorid aus der Beifütterung von Viehsalz, Leckstein und Mineralfutter ist physiologisch begrenzt (Durchfallgefahr).
  • Das von der Tierernährung geforderte K:Na-Verhältnis von max. 20:1 wird bei natriumfreier Düngung nur selten erreicht.
  • Ein weites K:Na-Verhältnis im Futter führt zu Fruchtbarkeitsstörungen bei den Tieren.
  • Magnesia-Kainit reichert Natrium im Futter an und verbessert dadurch das K:Na-Verhältnis auf Werte kleiner 20:1.
  • Natrium und Chloride verbessern die Schmackhaftigkeit des Futters, dadurch kann eine höhere Milchleistung aus dem Grundfutter realisiert werden.

 

Futter-Kationen-Anionen-Differenz mit Magnesia-Kainit verbessern

  • Die Bestimmung der Futter-Kationen-Anionenen-Differenz (FKAD-Wert) soll das Risiko des Auftretens von Milchfieber und des Festliegens von Milchkühen beim Abkalben ermitteln.
  • Der FKAD-Wert soll während der Trockenstehzeit möglichst niedrig sein.
  • Der FKAD-Wert wird berechnet, indem man den Schwefel- und Chloridgehalt vom Kalium- und Natriumgehalt des Futters abzieht.
  • Durch eine Düngung mit Magnesia-Kainit kommt es zur Schwefel- und Chloridanreicherung im Futter, wodurch der FKAD-Wert nachhaltig sinkt.

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Magnesium

  • Das Grundfutter muss ausreichende Magnesiumgehalte aufweisen.
  • Magnesiummangel im Futter senkt den Magnesiumgehalt im Blut der Tiere.
  • Eine Folge davon ist die Weidetetanie bei Wiederkäuern.
  • Diese Gefahr tritt besonders im Frühjahr durch junges, rohfaserarmes und proteinreiches Grundfutter auf.
  • Die Mg-Versorgung kann besonders bei den ersten Aufwüchsen nicht allein aus der Gülledüngung gesichert werden.

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Hohe Proteingehalte nur mit Schwefel möglich

Die Qualität des Grundfutters wird bestimmt durch den Rohproteingehalt und dem Rohfaseranteil (Verdaulichkeit). Der Erntezeitpunkt wird vor allem durch diesen Parameter bestimmt aber auch von der Verwertungsrichtung (Beweidung, Silage oder Heu).

  • Der Rohproteingehalt des Grundfutters wird vor allem über die Schwefelversorgung beeinflusst.
  • Eine ausreichende Versorgung mit pflanzenverfügbarem Schwefel ist unbedingt erforderlich.
  • Der Einsatz wirtschaftseigener Düngemittel ist abhängig vom Anteil kleeartiger Pflanzen, der Nutzung und Verwertung des Aufwuchses.
  • Der geringe Schwefelgehalt in der Gülle ist nur zu 5-10 % pflanzenverfügbar.
  • Die Schwefelversorgung kann besonders bei den ersten Aufwüchsen nicht allein aus der Gülledüngung gesichert werden.
  • Zahlreiche von der LUFA  durchgeführte Futteruntersuchungen haben gezeigt, dass bei gut drei Viertel aller Silageproben eine unzureichende Schwefelversorgung bestand.
  • Auf ein optimales N:S-Verhältnis (12:1) muss geachtet werden.

 

Eine einmalige Düngung mit Magnesia-Kainit, Korn-Kali oder ESTA Kieserit gran. deckt die Schwefel- und Magnesiumversorgung während der Vegetationszeit ab.

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Gülledüngung durch Mineraldüngung sinnvoll ergänzen

  • Der Nährstoffgehalt von Rindergülle schwankt in weiten Bereichen, es empfiehlt sich eine Untersuchung der eigenen Gülle vorzunehmen.
  • Die Kaliumbilanz auf Grünland ist meist negativ, da der Nährstoffrückfluss über die Gülle oftmals überschätzt wird. Selbst im Intensivbetrieb mit 2,5 RGV ha-1 besteht die Gefahr, dass nur mit dem Einsatz von Gülle die entstehende Kalium-Lücke nicht geschlossen werden kann.
  • Ähnliche Versorgungslücken wie bei Kalium bestehen auch bei den Nährstoffen Magnesium, Schwefel und Natrium, deren Gehalte in der Gülle verhältnismäßig niedrig sind.

 

Kalium-Bedarfsermittlung bei Intensiv-Grünland

 

Rindergülle
7,5% TS m-3 Jahr-1
aus Gülle
K2O (kg ha-1)
Entzug bei 10 t TM
K2O (kg ha-1)
Mineraldünger- bedarf bei Stufe "C"
K2O (kg ha-1)
Ergänzung mit:
22
(1 RGV)
106 300 194 500 kg ha-1
Korn-Kali
33
(1,5 RGV)
158 300 142 350 kg ha-1
Korn-Kali
44
(2 RGV)
211 300 89 800 kg ha-1
Magnesia-Kainit
55
(2,5 RGV)
264 300 36 350 kg ha-1
Magnesia-Kainit

 

Datenbasis: DVO (Entzüge), LWG Aulendorf (Güllegehalte)

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Düngeempfehlungen

Empfehlungen zur Bodendüngung

  • 350-800 kg ha-1 Magnesia-Kainit zu Wiesen und Weiden in Ergänzung zur Gülledüngung. Ausbringung zu Vegetationsbeginn, bevorzugt im zeitigen Frühjahr – auch auf gefrorenem, tragfähigen Boden. Magnesia-Kainit®
  • 350-500 kg ha-1 Korn-Kali für Flächen ohne Gülledüngung bzw. bei niedrigen K-Gehalten im Boden. Korn-Kali®
  • 200-400 kg ha-1 ESTA Kieserit gran. bei hoher Kaliumversorgung zur Deckung des Magnesium- und Schwefelbedarfes. ESTA® Kieserit gran.

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Video zur Nährstoffversorgung bei Grünland

Nährstoffversorgung bei Grünland – leistungsfähige Grünlandpflanzen – hohe Milchleistung und gesunder Tierbestand

In hoher Grundfutterleistung liegt der Schlüssel zum Erfolg der Milchviehhaltung. So haben Betriebe mit hoher Milchleistung nur in Verbindung mit hoher Grundfutterleistung langfristig einen gesunden Tierbestand mit langer Lebensdauer. Jedoch werden hohe Erträge und beste Qualitäten von Grundfutter nur durch eine optimale Grünlandbewirtschaftung und Düngung erreicht. Hierbei spielen vor allem die Nährstoffe Kalium und Natrium eine wichtige Rolle – aber auch Magnesium und Schwefel sind für hohe Proteingehalte im Grundfutter unbedingt erforderlich.

Hören und sehen Sie, was unser Fachberater zur Ausbildung hervorragender Grünlandbestände und -erträge empfiehlt.

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