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Getreide

Getreide richtig düngen – Qualität ernten

Kalium – unentbehrlich für den Getreideertrag

Kalium – der Qualitätsgarant bei Getreide

Ertrag und Qualität bei Getreide durch Magnesium und Schwefel absichern

Düngeempfehlungen für Getreide

 

Getreide richtig düngen – Qualität ernten

Neben der Verwendung als Nahrungs- und Futtermittel gewinnt Getreide als nachwachsender Rohstoff für die Energie- und Kraftstoffgewinnung an Bedeutung. Die geforderte Qualität des Getreides richtet sich nach der Verwertung.

 

Ein großer Teil der Qualitätskriterien kann durch die Düngung positiv beeinflusst werden. Daher ist es wichtig, neben einer optimierten Stickstoffdüngung auch die Kalium-, Magnesium- und Schwefeldüngung sowie die Versorgung mit Spurenelementen anzupassen. Die Getreidequalität ist nach der Verwertungsrichtung definiert.

 

Je nach Verwendungszweck sind folgende Kriterien maßgeblich:

 

Getreide für: Brot Futter Saatgut Brauerei
Ertrag + + + + ++ + + + +
Protein + + + +   + + +
Fallzahl + + +      
Sedimentationswert + + +      
Tausendkorngewicht (TKG) + + + + + +
Siebsortierung +   + + + +
Hektoliter-Gewicht     + + +
Keimfähigkeit     + + + + + +
Mälz-und Braueigenschaften +     + + +
+ = von Bedeutung; + + = wichtig; + + + = sehr wichtig

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Kalium – unentbehrlich für den Getreideertrag

Der Kornertrag des Getreides ergibt sich aus der Bestandesdichte (Zahl der ährentragenden Halme pro Quadratmeter) und dem Einzelährenertrag (Kornzahl pro Ähre und Tausendkorngewicht, TKG). Diese Parameter können durch eine gezielte Düngung beeinflusst werden.

  • Die Kaliumversorgung hat entscheidenden Einfluss auf den Wasserhaushalt der Pflanze. Bei optimaler Kaliumversorgung kann das Wasser von der Pflanze effizient genutzt und in Ertrag umgesetzt werden.
  • Mit der verbesserten Bildung von Assimilaten in den Blättern und deren schnellerem Transport in die Körner sowie einem ausgeglichenen Wasserhaushalt kann sich das TKG optimal entwickeln.
  • Kalium erhöht die Zellfestigkeit der Pflanzen. Hierdurch sinkt die Lager- und Pilzanfälligkeit, was sich wiederum positiv auf den Ertrag auswirkt.

 

Einfluss der Kaliumdüngung auf das TKG (g)

 

Kalium-

Düngungsstufe

Winterweizen
(77 Versuche)
Wintergerste
(72 Versuche)
Niedrig 43,3 44,1
Optimal 45,8 46,9
Zunahme + 5,8 % + 6,3 %

 

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Kalium – der Qualitätsgarant bei Getreide

  • Kalium fördert den Anteil größerer Körner > 2,5 mm (Siebsortierung) (siehe Abbildung).
  • Für den Erzeuger von Braugerste und den Getreidevermehrer bedeutet die verbesserte Kornausbildung erhebliche Qualitätsvorteile und damit eine verbesserte Rentabilität.
  • Eine optimierte Kaliumversorgung führt zu einer besseren Ausnutzung und Verwertung des Stickstoffs in der Pflanze, dadurch kommt es zu einer Erhöhung  des Proteingehaltes, des Sedimentationswertes und der Klebermenge.
  • Hohe Proteingehalte sind sowohl für Brot- als auch Futtergetreide ein wichtiges Qualitätskriterium.

 

Einfluss der Kalidüngung auf den Proteingehalt (%) und Sedimentationswert

 

Kalium-

Düngungsstufe

Winterweizen
(37 Versuche)
Wintergerste
(32 Versuche)
  Proteingehalt Sedimentationswert Proteingehalt
Niedrig 14,8 61 12,9
Optimal 15,6 68 13,4
Zunahme + 5,4 % + 11,5 % + 3,9 %

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Ertrag und Qualität bei Getreide durch Magnesium und Schwefel absichern

Magnesium

  • Magnesium wirkt sowohl in der vegetativen Wachstumsphase als auch in der Kornfüllphase.
  • Bei der raschen Jugendentwicklung der Getreidepflanzen sichert Magnesium die Ausbildung des Blattgrüns. Des Weiteren wird die frühe Anlage von Ährchen und Körnern realisiert.
  • In der Kornfüllphase ist Magnesium vor allem für die Photosynthese des Fahnenblattes und der Spelzen verantwortlich. Hierdurch wird die Kornfüllung und somit das Tausendkorngewicht verbessert.

Schwefel

  • Eine Schwefeldüngung führt zu einer effizienteren Stickstoffverwertung. Dies wirkt sich zum einen positiv auf den Ertrag und zum anderen auf einen höheren Proteingehalt aus.
  • Die Schwefeldüngung zu Getreide sichert eine hochwertige Proteinzusammensetzung und damit eine bessere Backqualität.

 

Die Nährstoffkombination von Kalium und Magnesium (sowie Schwefel) im Korn-Kali® bringt gegenüber dem magnesium- und schwefelfreien 60er Kali® signifikant höhere Erträge sowie eine erheblich verbesserte Ausnutzung der Stickstoffdüngung.

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Düngeempfehlungen für Getreide

Ziel der Düngung ist es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, um langfristig das natürliche Ertragspotential ausschöpfen zu können. Dazu muss ein optimaler Nährstoffgehalt im Boden erhalten werden (in Deutschland Bodengehaltsklasse „C“), d.h. mit dem Erntegut abgefahrene Nährstoffe müssen durch Düngung ersetzt werden. Zuzüglich zum Nährstoffentzug kommen Zuschläge für standortspezifische Verluste (beispielsweise durch Auswaschung) und zum Ausgleich früherer Defizite.
 
Der Gesamtentzug eines Pflanzenbestandes ergibt sich aus dem Nährstoffentzug durch Abfuhr des Haupternteproduktes (z.B. Korn, Knolle, Rübe) und des Ernterestes (z.B. Stroh, Kraut, Blatt). Verbleiben die Erntereste auf der Fläche, so muss nur der Nährstoffentzug durch das Haupternteprodukt ersetzt werden.

 

Empfehlungen zur Bodendüngung

Die Düngung von Getreide ist unter Berücksichtigung von Bodengegebenheiten auf Ertragsniveau und Qualität auszurichten.

 

Die Tabelle zeigt Düngungsempfehlungen berechnet am Nährstoffentzug des Haupternteproduktes auf Basis optimaler Boden-Nährstoffgehalte (in Deutschland Bodengehaltsklasse „C“). Zuschläge für standortspezifische Verluste durch Auswaschung, Fixierung oder Erosion sind dabei nicht berücksichtigt.

 

Gesamtentzug (inkl. Ernte­rück­stände) Entzug durch Haupternte­produkt Düngungsempfehlung für Nährstoffentzüge
bei optimaler Nährstoff-Bodengehaltsklasse pro Hektar
    Gesamtentzug durch Haupternteprodukt
(kg ha-1)
K2O / MgO / S
(kg ha-1)
K2O / MgO / S
Kalium Magnesium Kalium Magnesium
Getreide
(bei 8 t Ertrag)
140 / 30 / 20 50 / 20 / 15 350 kg Korn-Kali® 120 kg ESTA® Kieserit 125 kg Korn-Kali® 100 kg ESTA® Kieserit
    Korn-Kali ESTA Kieserit Korn-Kali ESTA Kieserit

 

 

Empfehlungen zur Blattdüngung

  • Zur Deckung des Spitzenbedarfs und zur Bekämpfung latenten Magnesium- und Schwefelmangels werden 15-25 kg EPSO Top® (Bittersalz) ha-1 in 5 %iger Lösung empfohlen. Bei starkem Mangel oder sichtbaren Mangelsymptomen kann die Aufwandmenge bis zu 50 kg ha-1, aufgesplittet in zwei bis vier Teilapplikationen, erhöht werden.

    EPSO Top®

  • Bei zusätzlichem Spurennährstoffbedarf ca. 20-30 kg EPSO Combitop® ha-1. (Gesamtaufwandmenge): In Herbstanwendung 10-15 kg ha-1 ab EC 15. Bei Frühjahrsanwendung zweimalig 10-15 kg ha-1 ab Vegetationsbeginn.

    EPSO Combitop®

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