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Werksansicht

Das Kaliwerk Zielitz ist das größte Einzelwerk der K+S KALI GmbH. Auf rund 85 Hektar verteilen sich hier eine große Anzahl an ganz unterschiedlichen Gebäuden. Manche sind weithin sichtbar, wie die Schächte und die Halden, andere nicht weniger wichtig aber viel kleiner. Unsere Grafik gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Bestandteile der übertägigen Werksanlagen. Informieren Sie sich, welchen Weg das Kali nimmt und von wo aus die Geschicke des Kaliwerkes geleitet werden.

 

Um mehr über die einzelnen Gebäude und ihren Zweck zu erfahren, können Sie vier verschiedene Wege durch das Werk nehmen.

 

So entsteht KALI

Verwaltung

Technik

Logistik

 

So entsteht KALI

Schacht 1

Der Schacht 1 ist der Hauptförderschacht. Über diesen gelangt das unter Tage geförderte Rohsalz an die Erdoberfläche. Die Förderleistung beträgt ca. 40.000 t/d. Mit ca. 70 m ist es das höchste Gebäude auf dem Werk Zielitz. Hier befindet sich auch der Nistplatz der Wanderfalken, der live per Webcam beobachtet werden kann.

 

Grobmahlanlage

Hier wird das Rohsalz durch vier Mahlsysteme zerkleinert und über Bandanlagen vom Ausgang der Grobmahlanlage entweder zur Direktverarbeitung in die Feinmahlanlage oder zur Einspeicherung in den Rohsalzschuppen transportiert.

 

Rohsalzschuppen

Der Rohsalzschuppen dient als Pufferspeicher zwischen der Schachtförderung und der Fabrik mit einem Fassungsvermögen von 30.000 t.

 

Fabrik

Die Fabrik ist das Herzstück der übertägigen Werksanlagen. Hier befinden sich gleich vier verschiedene Verarbeitungsprozesse.

 

Feinmahlanlage

In der Feinmahlanlage wird das zuvor grob gemahlene Rohsalz weiter aufgemahlen und gesiebt. Das Rohsalz mit einer Korngröße von 1-5 mm wird im Heißlösebetrieb weiterverarbeitet, während das noch feinere Rohsalz in der Flotation weiter aufbereitet wird.

 

Flotationsanlage

Zur Trennung von Steinsalz und Kalirohsalz wird das Flotationsverfahren eingesetzt. Das Grundprinzip des Verfahrens basiert darauf, dass die zu trennenden Minerale in einer gesättigten Salzlösung fein verteilt werden. Zudem wird in die Lösung Luft eingeblasen. Mit Hilfe von Flotationsmitteln wird der Wertstoff Kaliumchlorid wasserabstoßend gemacht. Nur an die wasserabstoßenden Minerale können Luftblasen angelagert werden. Die Luftblasen tragen das Kaliumchlorid an die Oberfläche der Flotationszelle, wo der Wertstoff als Schaum abgeschöpft wird. Nach anschließender Reinigung erfolgt die Entwässerung des Kaliumchlorids. Das verbleibende Steinsalz wird anschließend filtriert und als Rückstand zur Halde transportiert. Die Zielitzer Flotation ist eine der weltweit größten Flotationsanlagen.

 

Heißlöse/ Kristallisation

Seit 1996 wird hochreines Kalichlorid (KCl 99) in einem Heißlösebetrieb für die Industrie und als Futtermittel erzeugt. Das Grundprinzip des Verfahrens beruht auf der selektiven Auflösung und Rekristallisation von Kaliumchlorid.Heiße Salzlösungen nehmen bei  hohen Temperaturen sehr große Kalimengen auf. Beim Abkühlen kristallisiert das Kaliumchlorid in reiner Form aus und wird anschließend entwässert.

 

Trocknung

In mehreren Trockentrommeln werden die entwässerten Kaliprodukte getrocknet. Die Wärme dafür kommt aus dem werkseigenen Kraftwerk.

 

Granulierung

Kalidüngemittel für die Landwirtschaft werden mechanisiert mit großen Streuern auf den Feldern ausgebracht. Um eine gleichmäßige Verteilung zu erreichen und die Bildung von Staub zu vermeiden, sollte der Kalidünger eine Korngröße von 2-5 mm haben. Mit sieben Walzenpressen und nachgeschalteten Mahl- und Siebanlagen wird aus den feinen Kalidüngern die gewünschte grobe Körnung erzeugt.

 

KaliSel Anlage

Die Anlage dient zur Herstellung, Verpackung, Lagerung und Versand von kristallinem Kaliumchlorid in Lebensmittelqualität. Die Kapazität der modernen Produktionsanlage liegt bei ca. 60.000 t/a im vollkontinuierlichen Betrieb. Die Ware wird mit verschiedenen Produktkörnungen in 25 kg Säcke sowie Big-Bags konfektioniert.

 

KCl 99 Compacted-Anlage

2014 wurde eine Granulieranlage mit einer Walzenpresse in Betrieb genommen, um das hochreine Kaliumchlorid KCl 99 marktgerecht anbieten zu können.

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Verwaltung

Werkseingang

Glückauf und herzlich Willkommen auf dem Werk Zielitz! 1969 wurde hier die erste Tonne Rohsalz gefördert. Seit 1973 läuft der Betrieb in der Dauerproduktion, pro Jahr werden rund 12 Millionen Tonnen Rohsalz gefördert. Das Kaliwerk beschäftigt aktuell ca. 1.800 Mitarbeiter und gehört damit zu einem der größten Arbeitgeber der Region. Im untertägigen Bereich sind derzeit rund 1150 Mitarbeiter, in den übertägigen Bereichen rund 650 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Gebäude M10

Das Gebäude M10 ist eines der zwei zentralen Verwaltungsgebäude des Werkes Zielitz. Hier sitzen der Werkleiter und u.a. die Personalabteilung, der Betriebsrat, der kaufmännische Bereich, die Ideenmanager, die Leitung der Untertagedeponie (UTD), die Umweltabteilung, die Arbeitssicherheitsabteilung und das betriebliche Gesundheitsmanagement.

 

Gebäude M11

Das Gebäude M11 ist das zweite zentrale Verwaltungsgebäude des Werkes Zielitz, indem die Fabrikleitung, das Labor, die Elektrotechnik, die Maschinentechnik, die Bauabteilung und das Qualitätsmanagement ansässig sind.

 

Sozialgebäude

Innerhalb des Sozialgebäudes befindet sich das Betriebsrestaurant. Hier können 1.800 Mitarbeiter in drei Schichten gastronomisch versorgt werden. Der angrenzende Bergmannssaal wird für Veranstaltungen genutzt.

 

Kaue

In der Kaue befinden sich die Umkleideräume der Bergleute und der Fabrikmitarbeiter. Es stehen ihnen Kauenhaken zur Verfügung, an denen die Kleidung per Kettenzug an die Decke gezogen wird, ganz nach alter Bergbautradition. Weiterhin sitzen in der Kaue die Grubenleitung und u.a. die Grubenrettungsstelle, die Sanitätsstelle des Werkes und die Grubenwarte.

 

Hängebank

Über diese Verbindung gelangen die Kumpel von der Kaue zum Förderkorb, der sie nach unter Tage bringt.

 

Garagen

Der Garagenkomplex wird von der Transportabteilung genutzt, die die zahlreichen Transporte auf dem 85 ha großen Werksgelände gewährleistet. Andere Fahrzeuge als jene, die dort stehen, dürfen nicht benutzt werden.

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Technik

Hauptwerkstatt / Ausbildungswerkstatt

In der Hauptwerkstatt werden Aggregate und Maschinen des Übertagebetriebes und auch Untertagebetriebes gewartet, instand gesetzt und neu gelieferte Anlagenkomponenten geprüft und zusammengefügt.  Die Hauptwerkstatt beinhaltet die Zerspanung, die Maschinenschlosserei, den Apparate- und Berhälterbau, die Schweißerei sowie die mechanische Ausbildungswerkstatt.

 

Lehrausbildung

Insgesamt werden in Zielitz rund 120 Auszubildende in sieben Berufsfeldern (Bergbautechnologen Fachrichtung Tiefbautechnik, Bergbautechnologen Fachrichtung Tiefbohrtechnik, Chemikanten, Elektroniker, Industriekaufleute, Industriemechaniker, KFZ-Mechatroniker) auf das Berufsleben vorbereitet.

 

Magazin

Im Magazingebäude befindet sich die Abteilung Einkauf und Materialwirtschaft. Derzeit werden im Magazingebäude rund 12.500 unterschiedliche Artikel für die Produktionsanlagen im über- und zum Teil im untertägigen Bereich gelagert.

 

Werkfeuerwehr und Garagenkomplex

Zum Komplex der Werkfeuerwehr gehören das Wehrleiterbüro, der Schulungsraum und das Gerätehaus mit den Einsatzfahrzeugen und deren Ausrüstung.

 

Schacht 2

Im Schacht 2 werden die Seilfahrt der Kumpel, der Materialtransport und der Umschlag für die UTD/UTV durchgeführt. Der Schacht 2 hat einen Schachtdurchmesser von 7,50 m und kann 92 Menschen auf einmal auf seinem Korb befördern, womit er zu den größten Schächten in ganz Europa gehört. Mit einer Geschwindigkeit von maximal 8 m/s gelangen die Bergleute in eine Teufe von rund 700 Metern.

 

Kraftwerk

Das Kraftwerk versorgt das Werk mit Elektro- und Wärmeenergie. Der Strom bzw. Dampf für die übertägigen Produktions- und Trocknungsanlagen wird auf Basis von Erdgas erzeugt. Zwei Dampf- und fünf Gasturbinen sorgen als Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für eine optimale Energieerzeugung.

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Logistik

Verteilerturm

Im Verteilerturm werden die getrockneten Kaliprodukte über Bandanlagen auf die nachfolgenden Anlagen (Verladung, Speicher oder die Granulieranlagen) verteilt. Zusätzlich befindet sich hier eine Siebanlage für die Herstellung von staubfreiem Kali.

 

Rundspeicher (1-4)

In den vier Rundspeichern können bis zu 70.000 t granulierte und hochreine verkaufsfähige Endprodukte gelagert werden. Die Ausspeicherung erfolgt mit Räumwagen und Radladern.

 

KCl 99 Compacted-Speicher

In dem Speicher, der direkt an die KCl 99 Compacted-Anlage angrenzt, erfolgt die Lagerung des Produktes vor der Verladung auf LKW und in Containern.

 

Produktschuppen

In diesem Speicher können bis zu 50.000 t staubfreies/feines Kali gelagert werden. Die Ausspeicherung, d.h. die Verladung erfolgt über einen so genannten Portalkratzer.

 

Verladung

Hier werden die Kalidüngemittel in Bahnwaggons oder auf LKW verladen. Rund um die Uhr werden derzeit täglich drei Züge mit ca. 1.700 t/Zug beladen. Ein werksinterner Bahnbetrieb mit drei Loks fährt die Züge aus dem Werk und übergibt sie anschließend im werkseigenen Übergabebahnhof an die Deutsche Bahn. 80 Prozent aller Produkte verlassen das Werk per Bahn. Die restlichen 20 Prozent werden per LKW befördert.

 

Untertagedeponie (UTD)/ Untertageverwertung (UTV)

Die UTD wurde im Oktober 1995 nach einer ca. einjährigen Errichtungsphase in Betrieb genommen. Hier werden Abfälle bestimmungsgemäß und umweltverträglich durch eine dauerhaft sichere Einlagerung in den dafür vorgesehenen Abschnitten des Einlagerungsfeldes eingebracht.

Die UTV wurde 2008 mit einer Silo- und Absackanlage in Betrieb genommen.

 

Rückstandshalde 1

Die Rückstandshalde 1 weist eine Aufstandsfläche von ca. 57,3 ha auf und besitzt im Grundriss eine ovale Form. Die maximale Höhe liegt bei ca. 145 m NN, das entspricht ca. 75 m über Geländeoberkante. Auf einem Plateau in ca. 45 m Höhe finden jedes Jahr im Juni/Juli die beliebten Kalimandscharo-Festspiele statt.

 

Rückstandshalde 2

Die Rückstandshalde 2 weist eine Aufstandsfläche von ca. 106,9 ha auf und besitzt eine rechteckige Grundfläche. Das Niveau liegt bei ca. 200 m NN, das entspricht ca. 120 m über Geländeoberkante. Der Rückstandshalde 2 schließt sich eine Haldenkapazitätserweiterungsfläche (HKE) an. Die genehmigte Aufstandsfläche beträgt 67,9 ha. Zwischen Mai und September haben Interessenten die Möglichkeit, die Rückstandshalde 2 mit einer Kalimandscharo-Bergtour des Bergmannsvereins zu besichtigen.

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