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Das Kaliwerk Zielitz – Glückauf!

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Allgemeines

Das Kaliwerk Zielitz in Sachsen-Anhalt ist der größte Einzelstandort der K+S KALI GmbH und gewinnt kaliumhaltige Rohsalze zur Herstellung von Düngemitteln, Produkten für industrielle Anwendungen sowie Produkten für die Futter- und Lebensmittelindustrie.

 

Nach der politischen Wende im Jahr 1989 wurde das Werk privatisiert und gehört seit der Kalifusion Ende 1993 – dem Zusammenschluss der ost- und westdeutschen Kaliindustrie – zur K+S Gruppe.

 

Mit einer Rohsalzförderung von etwa 12 Millionen Tonnen im Jahr ist das Werk Zielitz heute eines der größten und modernsten Kaliwerke weltweit. Die Produktionsmenge entspricht rund 30 Prozent der Gesamtproduktion der K+S KALI GmbH.

 

Aus dem Rohstoff entstehen in Zielitz jedes Jahr circa 2 Millionen Tonnen verkaufsfähige Endprodukte, also Kalidüngemittel (60er Kaliumchlorid), Kaliumchlorid 99% für industrielle Anwendungen und Produkte in Lebensmittel- (KaliSel) und Futtermittelqualität (KaSa K99®), die weltweit versandt werden. Das Kaliwerk Zielitz erzielt damit eine beträchtliche Wertschöpfung.

Bergbau

Im Jahr 1964 begann das Abteufen der ersten Schächte nahe der Ortschaft Zielitz, nördlich von Magdeburg. Rund zwei Jahre später war die Endteufe erreicht (740 m bei Schacht II und 806 m bei Schacht I). Die ergiebige Lagerstätte des Werkes besteht aus einer Wechsellagerung von Steinsalz- und Kalisalzbänken und zählt mit einer durchschnittlichen Mächtigkeit von ca. 7,50 m und einem aktuellen Wertstoffgehalt im Rohsalz von circa 11 % K2O zu den wertvollsten Kalisalzlagerstätten Deutschlands. Das untertägige Abbaugebiet umfasst ca. 61 km² und erstreckt sich aktuell über 19 Kilometer von Südost nach Nordwest und etwa sechs Kilometer von Südwest nach Nordost.

 

Im Grubenbetrieb Zielitz kommt der Kurzpfeiler-Örterbau beim Abbau der Rohsalze zum Einsatz. Dabei werden Strecken und Abbau so aufgefahren, dass quadratische Pfeiler aus Salz nach dem Abbau verbleiben, die das Deckgebirge langzeitsicher stützen. Die jährliche Förder- und Verarbeitungskapazität ist seit 1989 von 7,4 Millionen Tonnen auf aktuell knapp 12 Millionen Tonnen Rohsalz gestiegen. Die Gewinnungsreviere des Grubenbetriebes liegen in Teufen zwischen 400 Metern und 1.300 Metern. Das Bergwerk ist durch vier Schächte erschlossen, hiervon dienen zwei ausschließlich der Bewetterung.

 

Werkshistorie
Unsere Geschichte – Das Kaliwerk Zielitz

 

Fabrikbetrieb

Das in der Grube gewonnene Salz ist das Ausgangsprodukt für die Weiterverarbeitung in der Fabrik. Nach der Feinvermahlung des Rohsalzes folgt die Aufbereitung durch Heißverlösung und Flotation sowie die anschließende Veredlung in weiteren Prozessschritten zu hochwertigen Düngemitteln, Produkten für industrielle Anwendungen sowie Produkten für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie.

Umwelt

Rund 90 % der Produktionsmenge werden mit der Bahn transportiert – daneben hat auch die Binnenschifffahrt eine wichtige Bedeutung für die nachhaltige und umweltschonende Logistikkette des Werkes Zielitz.

 

Als Rückstand bleibt mineralisch verunreinigtes Steinsalz zurück, das aufgehaldet wird. Die Halden unterliegen strengen Umweltauflagen, deren Einhaltung behördlich überwacht wird. Zur Überwachung der Umweltauswirkungen wird ein umfangreiches Monitoring eingesetzt.

 

Mit einem eigenen Industriekraftwerk hat der Standort Zielitz auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplung eine weitestgehend autarke und effiziente Energieversorgung aufgebaut. Der Wirkungskreis liegt bei über 90 Prozent. Der Strom bzw. Dampf für die übertägigen Produktions- und Trocknungsanlagen wird ausschließlich auf Basis von Erdgas erzeugt. Die Eigenversorgung mit Elektrizität liegt bei ca. 65 %.

 

Die 1995 in Betrieb genommene Untertage-Deponie Zielitz garantiert eine langzeitsichere Beseitigung von Sonderabfällen wie zum Beispiel Rückständen aus Verbrennungsanlagen oder Filterstäuben aus der Metallurgie. Die besonderen geologischen Vorteile der Salzlagerstätte und der an höchsten Umweltstandards ausgerichtete Deponiebetrieb, der intensiver behördlicher Aufsicht unterliegt, bilden die erforderlichen Voraussetzungen, diese Abfälle für alle Zeiten der Biosphäre zu entziehen.

Partner der Region

Das Kaliwerk Zielitz beschäftigt aktuell rund 1.800 Mitarbeiter und gehört damit zu einem der größten und wichtigsten Arbeitgeber der Region. Im Werk werden ca. 120 Auszubildende zu Fach- und Führungskräften ausgebildet. Das entspricht einer Ausbildungsquote von knapp 7 Prozent.

 

Als Partner der Region vergibt das Werk regelmäßig Aufträge für Zulieferungen und Dienstleistungen an Betriebe des Umlandes und bietet somit die wirtschaftliche Basis für eine Vielzahl von regionalen Arbeitsplätzen. Die Kaliproduktion bringt dadurch eine stabile Wertschöpfung in die Region und macht das Werk zu einem bedeutenden Partner für die umliegenden Kommunen und ihre Bevölkerung. Das gesellschaftliche Engagement des Standortes gilt sozialen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen in der Region, wobei ein Schwerpunkt die Förderung des regionalen Jugendsports ist.

Kennzahlen

  • Rohsalzförderung: ca. 12 Mio. t / a (41.000 t/d entspricht 25 Güterzügen)
  • Kapazität / Produktion: ca. 2 Mio. t / a Ware (davon 350 Tt Produkte für industrielle Anwendungen und die Futter- und Lebensmittelindustrie)
  • Personal: rd.  1.800 Gesamtbelegschaft 
    • Ausbildungsquote: 7 % (ca. 120 Auszubildende in 7 Berufsbildern)
    • rd. 650 über Tage
    • rd. 1.150 unter Tage

Werkleiter Martin Westphal

  • seit 2013: Werkleiter Zielitz
  • davor: Leiter Umwelt/Genehmigungen/Sicherheit
  • Vorstand Mitteldeutsche Kali AG
  • Vorstand Zielitzer Kali AG
  • Stellvertretender Leiter Produktion Werk
  • Leiter Instandhaltung unter Tage
  • Leiter im Bereich Schachtförderungen

 

Termine & Events

23. April - Zukunftstag

02. Mai – Beginn Saison Kalimandscharo Bergtouren

Mai – Feierliche Übergabe Ausbildungsverträge an die neuen Azubis

14. Juni – 4. Kalimandscharolauf

14. Juni – Tag der offenen Tür

26. Juni – 12. Juli  – 16. Kalimandscharo-Festspiele

18. September – 4. Nacht der Ausbildung

Oktober – Tag der Süßen Tour auf dem Kalimandscharo

04. Dezember – Barbarafeier