Über K+S KALI  ›   Werk Werra  ›  

Sozio-ökonomische Studie

Vom Kaliwerk Werra profitiert die gesamte Region

  • K+S mit 4.400 Mitarbeitern im Werk Werra wichtigster regionaler Arbeitgeber
  • Unternehmen sichert bei Zulieferern in Hessen und Thüringen weitere 3.000 Arbeitsplätze
  • Regionale mittelständische Betriebe erhielten allein im Jahr 2012 Aufträge für 195 Mio. Euro
  • Mehr als 3.300 Lieferanten unter Vertrag
  • Steuerliche Leistungen von rund 80 Mio. Euro kommen überwiegend Standortgemeinden und der Region zu Gute
  • Tourismus in der Region profitiert vom Kalibergbau

Wichtigster Arbeitgeber, bedeutender Auftraggeber für den Mittelstand und unverzichtbarer Steuerzahler für die Gemeinden – das K+S-Verbundwerk Werra ist „ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche und demographische Entwicklung der Region.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine 114 Seiten umfassende, von K+S in Auftrag gegebene wissenschaftliche Studie, die das Institut GMA – Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH, München – zusammen mit BHP Brugger und Partner, Zürich, erstellt hat. Die Autoren der Studie bezeichnen das Werk Werra als „eine wesentliche Säule zur Stabilisierung der Bevölkerung in der Region“. Das Werk habe eindeutig positive und prägende Wirkungen für die Region Osthessen/Westthüringen. Davon profitiere nicht nur der Arbeits- und Ausbildungsmarkt, die Impulse wirken auch in die Kommunen sowie in die ansässige mittelständische Wirtschaft. Das Unternehmen K+S sei demzufolge „der zentrale Knoten in einem intensiv vernetzten, regionalen Wertschöpfungssystem“.

 

„Vielfach nehmen Teile der Öffentlichkeit nur die notwendigerweise mit dem Kalibergbau verbundenen Eingriffe in die Natur zur Kenntnis. Die jetzt vorliegende Studie belegt aber eindrucksvoll  die zahlreichen positiven Effekte des Kalibergbaus für die Region und unterstreicht die große Bedeutung unseres Werkes auch für die mittelständische Wirtschaft sowie die Kommunen vor Ort“, sagt Alexa Hergenröther, Geschäftsführerin der K+S KALI GmbH.

 

K+S hatte die Studie beauftragt, um die sozio-ökonomischen Wirkungen des Werkes Werra  für anstehende Verwaltungsverfahren zu untersuchen.

 

Die Wissenschaftler analysierten Auswirkungen des Werkes auf das lokale und regionale Umfeld und ermittelten die direkten und indirekten Effekte auf Infrastruktur, Bevölkerung und Wirtschaft. Neben der Auswertung statistischer Daten und Fachveröffentlichungen waren auch 26 Experteninterviews wesentliche Instrumente der Untersuchung. Befragt wurden u.a. Fachleute aus lokaler/regionaler Wirtschaft, Gesundheit und Naturschutz, Behörden, Politik und Tourismus.

Wertschöpfung sichert Beschäftigung und schafft Lebensqualität

Zusätzlich zu den 4400 Mitarbeitern, die an den vier Standorten des Werkes Werra in Hessen und Thüringen arbeiten, übe das Verbundwerk auch einen erheblichen indirekten Beschäftigungseffekt in den Kreisen Hersfeld-Rotenburg und Wartburgkreis, aber auch den Randbereichen angrenzender Landkreise aus. Die gesamte Wertschöpfung in Form von Löhnen, Steuern und Einkaufsleistungen des Werkes summiere sich jährlich auf mehr als 420 Mio. Euro und sei in der Region die Basis für weitere 2.500 bis 3.000 mittelbar an die Kali-Industrie gebundene Arbeitsplätze. Unter Einrechnung der zugehörigen Haushalte sicherten somit insgesamt rund 16.000 Bürger ihre Existenzgrundlage vollständig oder überwiegend durch den Kalibergbau im Werra-Revier.

 

Von den 195 Mio. Euro, die allein im Untersuchungsjahr 2012 als Aufträge bei mittelständischen regionalen Unternehmen verblieben, profitiere eine Vielzahl von Branchen. Zu ihnen zählten Handwerksfirmen ebenso wie Transport- und Logistikunternehmen, Baufirmen, Unternehmen aus dem Bereich Stahl- und Anlagenbau sowie eine Vielzahl von Dienstleistern und der Einzelhandel. Zwar liege der Schwerpunkt der Einkäufe mit zusammen rund 125 Mio. Euro in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Wartburgkreis, doch auch in den Kreisen Fulda (62 Mio.), Schwalm-Eder (2 Mio.) und Vogelsbergkreis (rd. 1,8 Mio.) seien ökonomische Verflechtungen feststellbar.

 

Insbesondere die Standortgemeinden des Werkes profitierten zusätzlich vom Steueraufkommen. Bezogen auf die „Steuereinnahmekraft je Einwohner“ erreichten Heringen und Philippsthal eine Größenordnung wie Wiesbaden und lägen sogar deutlich höher als die thüringische Landeshauptstadt Erfurt.

„Regional ermöglicht diese Wertschöpfung Investitionen in den Städtebau, die soziale Infrastruktur sowie Freizeit und Sporteinrichtungen. Sie kommt damit nicht nur der touristischen Attraktivität des Werra-Reviers zu Gute, die ohne die vorhandene Infrastruktur nur schwer zu entwickeln wäre, sondern ermöglicht auch ein hohes Maß an Lebensqualität für die hier wohnenden Menschen“, heißt es in der Studie weiter.

Arbeits- und Ausbildungsplätze stabilisieren Bevölkerungsentwicklung

Mit qualifizierten Arbeitsplätzen und einem vielfältigen Ausbildungsangebot sei das Werk Werra ein stabilisierender Faktor für die Bevölkerungsentwicklung in der Region. „Ohne Arbeitsplätze des Werkes Werra ist mit einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung zu rechnen, wobei insbesondere junge und gut ausgebildete Bevölkerungsschichten betroffen wären“, sagen die Autoren. Rund 300 Auszubildende, von denen mehr als ein Drittel aus Thüringen stammt, werden derzeit im Werk Werra in insgesamt acht Berufsbildern zu Fachkräften ausgebildet und nach einem erfolgreichen Abschluss überwiegend in feste Arbeitsverhältnisse übernommen. Damit stellt das Werk einen Anteil von rund 15 Prozent aller Ausbildungsplätze im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

 

Zusätzlich engagiert sich K+S in Kooperation mit der Heringer Werratalschule im doppelqualifizierenden Bildungsgang „Abitur und chemisch-technische Assistenz“,  indem Labore und Fachpersonal des Werkes für die praktische Ausbildung von Chemielaboranten zur Verfügung gestellt werden. Weitere Schulkooperationen in hessischen und thüringischen Gemeinden unterstützen die Qualifizierung von Jugendlichen und helfen bei deren Berufsorientierung.

Impulsgeber für die Region

Auch nicht unmittelbar mit der Kaliproduktion verbundenen Einrichtungen der K+S Gruppe im Werratal rechnen die Autoren der Studie große Bedeutung  zu, da ihre Ansiedlung in der Region direkt mit dem Werk in Zusammenhang steht. Exemplarisch werden dafür das Werra Kombi-Terminal in Philippsthal und der Neubau des Analytik- und Forschungszentrums in Unterbreizbach genannt.

 

Als zentrale Logistikeinrichtung für Containertransporte steht das Werra Kombi-Terminal auch Speditionen aus dem regionalen Umfeld zur Verfügung und ermöglicht ihnen einen kostengünstigen und serviceorientierten Zugang zu den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven. „Damit erweitert der Umschlagplatz die Verkehrsinfrastruktur des Werratals um eine wichtige Langstreckenkomponente und erhöht seine logistische Attraktivität“, so die Autoren.

 

Mit dem Neubau des Analytik- und Forschungszentrums als einer zentralen Einrichtung der K+S Gruppe ist eine erhebliche personelle Aufstockung verbunden, so dass nach Aufnahme des Betriebs rund 90 hochqualifizierte Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker dort ihren Arbeitsplatz haben werden. Auch dies werde einen Beitrag zur demografischen Stabilisierung des regionalen Umfelds leisten.

Nicht zuletzt der Tourismus profitiere von der Bergwerkstradition in der Region. Sie verweisen auf die Anziehungskraft, die das Erlebnis Bergwerk Merkers mit seinen jährlich etwa 80.000 Besuchern ausübt, das Kalibergbaumuseum in Heringen und die Attraktivität der Halden für Naturliebhaber und Bergsteiger. „Die Halden sind einzigartige Landmarken“, betonen die Autoren.

Zusammenfassend stellen die Verfasser der Studie fest, dass „das Werk Werra insgesamt eine positive Wirkung auf die sozio-ökonomischen Strukturen und Entwicklungen im regionalen Umfeld hat.“  Die Autoren der Studie sehen vor dem Hintergrund der strukturellen Rahmenbedingungen in der Region keine andere Institution außer dem Verbundwerk Werra, die diese Effekte durch ökonomische Aktivitäten erzielen könnte. 

Studie zu den sozio-ökonomischen Wirkungen des Werkes Werra (pdf-Dokument)

Wählen Sie eine Website