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Das Kaliwerk Werra – Glückauf!

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Allgemeines

Das Verbundwerk Werra der K+S KALI GmbH mit seinen Standorten Hattorf und Wintershall in Hessen sowie Unterbreizbach und Merkers in Thüringen ist der größte Standort der K+S KALI GmbH. Mit einer jährlichen Fördermenge von rund 19 Millionen Tonnen Rohsalz entfallen etwa 45 % der gesamten Produktionskapazität der K+S KALI GmbH auf das Werk Werra. Neben Düngemitteln stellt das Kaliwerk Vorprodukte für vielfältige technische und industrielle Anwendungen sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie her.

 

Das heutige Werk Werra entstand im Jahre 1997 durch den Zusammenschluss der vier ehemals eigenständigen Werke Hattorf, Wintershall, Unterbreizbach und Merkers. Hierdurch wurde eine hocheffiziente Produktionsstätte geschaffen: Der Verbund umfasst unter anderem die Rohsalzversorgung, die Produktion, das Abwassermanagement, die Werkstätten, den Bahnbetrieb, die Energieversorgung, die Verwaltung und die Ausbildung.

v. l .n. r.: Die Standorte Wintershall, Hattorf, Unterbreizbach und Merkers.

Bergbau

Die Kalilagerstätten im Werratal entstanden vor mehr als 200 Mio. Jahren durch Verdunstung des Zechsteinmeeres. Flache Kalilager, so genannte Flöze, mit einer Mächtigkeit von 2,5 – 3,5 Metern enthalten das wertvolle Rohsalz. Die Flöze befinden sich in einer Tiefe von 800 – 1.000 Metern.

 

Seit mehr als 100 Jahren werden die Kalisalze im Kalirevier abgebaut, heutzutage mit eindrucksvollen Großgeräten und moderner Technik. Im Laufe der Zeit ist ein Grubengebäude entstanden, das in seiner Ausdehnung der Fläche der Stadt München mit Vororten entspricht. Aus heutiger Sicht lässt sich in der Region noch die nächsten fünfzig Jahre zu wirtschaftlichen Bedingungen Kali fördern.

 

Abgebaut wird mit dem so genannten Room-and-Pillar-Verfahren, das dem Grubengebäude eine Art Schachbrettmuster verleiht. Dabei bleiben Pfeiler stehen, die so dimensioniert sind, dass sie das 3-fache Gewicht des Deckgebirges halten können. Denn: Sicherheit hat im Bergbau oberste Priorität!

 

Das Werk Werra verfügt über zwei produzierende Gruben: die Grube Hattorf-Wintershall und die Grube Unterbreizbach. Diese sind über ein so genanntes Rolloch (senkrechte, schachtartige Verbindung von einer oberen in eine darunterliegende Strecke) verbunden. In der Grube Merkers wird seit 1993 kein Rohsalz mehr abgebaut. 

 

Einen Eindruck von den unter Tage eingesetzten Großgeräte und den einzelnen Schritten des Gewinnzyklus finden Sie hier.

Fabrikbetrieb

Aus der Grube wird das Rohsalz in Fördergefäßen mit einer Geschwindigkeit von 15 Metern pro Sekunde nach über Tage gebracht. Es erfolgt die Feinvermahlung und anschließend, je nach Rohsalztyp die Aufbereitung durch Heißverlösung, Flotation oder mit dem elektrostatischen Trennverfahren (ESTA). Die Wahl des Trennverfahrens hängt von der Rohsalzzusammensetzung und dem gewünschten Endprodukt ab. Die Verfahren werden auch kombiniert eingesetzt. Das Ergebnis ist eine weltweit außergewöhnlich breite Produktpalette, die höchsten Qualitätsansprüchen genügt.

 

Umwelt

K+S arbeitet nach dem Stand der Technik. Auch dabei fallen flüssige und feste Rückstände an. Eine rückstandsfreie Kaliindustrie gibt es weltweit nicht.

Die flüssigen, salzhaltigen Rückstände (Prozessabwasser und Haldenwasser) werden im Werk Werra gemäß den entsprechenden Genehmigungen (a) in die Werra eingeleitet und (b), wenn ein Grenzwert am Pegel Gerstungen erreicht ist, in den Plattendolomit versenkt. Durch vielfältige Maßnahmen ist es K+S gelungen, die Salzbelastung der Werra deutlich zu verringern. In den 1970er und 1980er Jahren wurden durch die Einleitung der ostdeutschen Standorte Spitzenwerte von 40.000 Milligramm Chlorid pro Liter erreicht. Seit dem Jahr 2000 kann der Grenzwert von 2.500 mg/l am Pegel Gerstungen dank der länder- und standortübergreifenden Salzlaststeuerung kontinuierlich eingehalten werden.

 

Außerdem: Im Zeitraum 1997 bis 2015 wurde die Abwassermenge von 20 Mio. m³ auf sieben Mio. m³ nachhaltig reduziert. Dies gelang u.a. durch den Einsatz des so genannten ESTA-Verfahrens, einem von K+S entwickelten und patentierten elektrostatischen Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze, das ohne Wassereinsatz auskommt und deutlich günstiger im Energieverbrauch ist als die klassischen, nassen Aufbereitungsverfahren. Zudem wird das Maßnahmenpaketes zum Gewässerschutz konsequent umgesetzt.

 

Die festen Rückstände werden unter Berücksichtigung aller gestellten Umweltanforderungen aufgehaldet. Als Beispiele lassen sich nennen: Staubmessungen im Umfeld, permanente Grundwasserbeobachtungen, Untergrundabdichtung und Fassung von Haldenwässern in Haldenrandgräben.

 

Um die Umwelt weiter zu entlasten und die Produktion dauerhaft abzusichern, wurde im November 2014 zwischen der hessischen Landesregierung und K+S der so genannte Vier-Phasen-Plan zur dauerhaften Lösung der Salzabwasserproblematik im Werra-Kalirevier erarbeitet. 

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen/ Ersatzaufforstungen

Nicht vermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft gleichen wir im selben Umfang aus – der Ausgleich erfolgt im gleichen Naturraum möglichst nahe zum Ort des Eingriffs. Zu den von uns umgesetzten naturschutzrechtlichen Maßnahmen gehören z.B. die Extensivierung bzw. Umwandlung einer Ackerfläche in Oberlengsfeld sowie eine Wiesenvernässung bei Motzfeld oder die angelaufene Parkwaldmaßnahme im Malchustal in der Gemeinde Ludwigsau. Im Zeitraum 2012 bis 2014 haben wir zudem 34 Hektar in unserer Region aufgeforstet. Der enge und vertrauensvolle Kontakt zu den Eigentümern (häufig Landwirte im Nebenerwerb) ist uns wichtig. Neben den genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Ersatzaufforstungen haben wir diverse Maßnahmen zum Schutz seltener und geschützter Arten, wie z.B. der Haselmaus und Gelbbauchunke umgesetzt.

Partner der Region

Das Werk Werra beschäftigt fast 4.400 Menschen, darunter 300 Auszubildende. Damit ist es ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb zwischen Bad Hersfeld und Eisenach. 85 % der Mitarbeiter kommen aus dem Wartburgkreis und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Darüber hinaus ist das Werk ein bedeutender Auftraggeber für die ansässige mittelständische Wirtschaft sowie maßgeblicher Steuerzahler für die Kommunen vor Ort. Das macht es zu einem zentralen Baustein für die Entwicklung der Region Osthessen/Südthüringen.

 

Auch der Tourismus profitiert von der Bergwerkstradition im Werra-Revier: Das Erlebnis Bergwerk Merkers lockt jedes Jahr etwa 80.000 Besucher in die Region und an den Führungen auf den Monte Kali durch das Werra-Kalibergbau-Museum nehmen etwa 4.000 Besucher jährlich teil. Darüber hinaus ist das Werk Werra als Sponsor – im Wesentlichem in der Jugendsportförderung – aktiv.

Kennzahlen

  • Rohsalzförderung: ca. 19 Mio. t/ Jahr
  • Kapazität / Produktion: ca. 3,2 Mio. t Produkte/Jahr
  • Personal: rd. 4.400 Gesamtbelegschaft
    • Auszubildende: 300
    • rd. 2.100 über Tage
    • rd. 2.000 unter Tage

Werksleitung

  • Roland Keidel – Werksleiter seit 2013, zuständig für Produktion & Technik
  • Christoph Wehner – Werksleiter seit 2012, zuständig für Umwelt & Genehmigungen und Arbeitssicherheit
  • Kurt Lindhof – Werksleiter seit 2016, zuständig für Kaufmännische Funktionen und Controlling

Termine & Events

27. April 2017 – Girls´Day

28. September 2017 – Abend der Offenen Ausbildung

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