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Neuhof-Ellers

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Allgemeines

Der Standort Neuhof-Ellers ist das südlichste Werk der K+S KALI GmbH in Deutschland, es wird auch das „Spezialitäten-Werk“ genannt. Das Werk zeichnet sich vor allem in der Herstellung von Düngemittelspezialitäten aus, das Leitprodukt ist Korn-Kali®. Mit seiner zentralen Lage inmitten Europas hat der Standort einen großen Vorteil für die Belieferung der wichtigen europäischen Agrarmärkte.

Gewonnen, aufbereitet und veredelt

Die Bergleute des Werkes Neuhof-Ellers fördern jährlich aus dem südlichen Teil der Werra-Fulda-Lagerstätte rund vier Millionen Tonnen magnesium- und schwefelhaltige Kalisalze mit einem Wertstoffgehalt von mehr als 30 Prozent. Dank einer über hundertjährigen Erfahrung im Kalibergbau sind die Betriebsabläufe des Bergwerkes ausgefeilt und weitgehend mechanisiert. Das ermöglicht nicht nur Wettbewerbsfähigkeit in der Produktivität, sondern ist auch Voraussetzung für ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit.

 

Im Fabrikbetrieb werden die kalium-, magnesium- und sulfathaltigen Wertstoffe aus dem Rohsalz herausgelöst und zu bedarfsgerechten Standard- und Spezialdüngemitteln in breiter Produktvielfalt weiterverarbeitet.

 

Der Weg zum Produkt beginnt für das Rohsalz, das aus der Grube gefördert wird, mit einem System von Mühlen und Sieben, die es bis auf eine Korngröße von weniger als einem Millimeter aufmahlen. Dann können die Mineralbestandteile durch Elektrostatische Aufbereitung (ESTA®) oder Flotation getrennt und angereichert werden. Die beiden Verfahren nutzen unterschiedliche physikalische Eigenschaften der Salze, um die Wertstoffe Magnesiumsulfat (Kieserit) und Kaliumchlorid von Steinsalz und anderen Stoffen zu trennen. Mit verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der mehrstufigen Aufbereitungsprozesse wird eine breite Palette von Standard- und Spezialdüngemitteln hergestellt, insgesamt bis zu 1,4 Millionen Tonnen im Jahr.

 

Das ESTA®-Verfahren, eine patentierte K+S-Entwicklung, die in den 1970iger Jahren im Kaliwerk Neuhof-Ellers entwickelt wurde, macht sich die unterschiedliche Aufladung der Mineralkomponenten zunutze. Im Vorfeld statisch aufgeladene Salzkristalle fallen durch ein elektrisches Hochspannungsfeld und werden – positiv oder negativ geladen – zum jeweils entgegengesetzten Pol des Feldes abgelenkt und wie „von Geisterhand“ sortiert. In dieser Anlage wird in zwei parallel geschalteten Straßen das Mineral Kieserit aus dem Rohsalz abgetrennt und weiteren Verarbeitungsstufen zugeführt. Das elektrostatische Trennverfahren ist ein trockenes Aufbereitungsverfahren. Dadurch ist eine kostenintensive, energieaufwändige Produkttrocknung nicht notwendig.

Auf dem Weg zum Kunden

Die fertigen Produkte werden in einem der Vorratsspeicher des Werkes, die insgesamt Raum für 300.000 Tonnen bieten, eingelagert. Zum Versand werden sie mit speziellen Fördergeräten, sogenannten Kratzern, ausgespeichert und in Vorratssilos für die Losebeladung von Waggons und LKWs bereitgestellt. Die tägliche Verladeleistung auf je vier Gleis- und LKW-Beladestellen beträgt bis zu 7.000 Tonnen und gewährleistet die schnelle Auslieferung größerer Mengen.

Zertifiziert

Das Werk Neuhof-Ellers hat seine Arbeitssicherheitsorganisation von der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI, Heidelberg) zum zweiten Mal erfolgreich zertifizieren lassen und in der Folge erneut (zum 2. Mal seit 2009) das begehrte Gütesiegel „Sicher mit System“ erhalten.

 

Das bereits im Jahr 2013 begonnene und seit dieser Zeit erfolgreich im Kaliwerk Neuhof-Ellers etablierte Programm „GUT DRAUF“ ist von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zertifiziert worden. Bei „GUT DRAUF“ handelt es sich um eine Kooperation des Werkes mit der BZgA zur Gesundheitsförderung von Auszubildenden. Ziel dieses Projektes ist es, das Thema Gesundheit zu einem festen Bestandteil in der Ausbildung zu machen. Deshalb erhalten die jungen Nachwuchskräfte des Werkes Angebote zu gesunder Ernährung und zu ausreichender Bewegung.

 

Werkshistorie
Unsere Geschichte – Das Kaliwerk Neuhof-Ellers

 

Umweltschutz im Blick

Bei der Wahl der Transportmittel wird – wie in der gesamten Produktion – Wert auf besonders umweltfreundliche Lösungen gelegt. So veranlassen mehr als 90 Prozent der Produkte das Werk per Bahn und weniger als 10 Prozent werden auf LKW verladen. Größtenteils fahren auch sie nur bis zum Außenlager Hanau, von wo aus der Weitertransport per Binnenschiff erfolgt.

 

Auch das Kraftwerk setzt auf ein Höchstmaß an ökologischer Effizienz. Mit einem Wirkungsgrad von über 80 Prozent wird ausschließlich Erdgas zur Energieerzeugung in Wärme-Kraft-Kopplung eingesetzt. Das deckt den gesamten Bedarf an Prozesswärme und einen großen Teil an elektrischer Energie. Selbstverständlich sind staub- und abgasmindernde Maßnahmen auf dem neuesten Stand der Technik.

 

Die geregelte Entsorgung der festen und flüssigen Rückstände ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den reibungslosen Ablauf des Fabrikbetriebes. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Halde zu, auf der die nach der Aufbereitung zurückbleibenden Minerale, vor allem Steinsalz, abgelagert werden. Das von ihr ablaufende salzige Niederschlagswasser wird aufgefangen und durch eine 63 km lange Leitung zum Werk Werra transportiert, wo es im Rahmen der dortigen Salzwassersteuerung in die Werra eingeleitet wird.

Partner der Region

Das Werk Neuhof-Ellers ist mit seinen rund 740 Beschäftigten, darunter etwa 36 Auszubildende, einer der wichtigsten regionalen Arbeitgeber. Die Kaliproduktion bringt eine stabile Wertschöpfung in die Region. Als Partner der Region vergibt das Werk regelmäßig Aufträge für Zulieferungen und Dienstleistungen an Betriebe im Standortumfeld und bietet somit die wirtschaftliche Basis für eine Vielzahl von regionalen Arbeitsplätzen. Sein gesellschaftliches Engagement gilt sozialen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen in der Region.

Kennzahlen

  • Rohsalzförderung: 4 Mio. t/a
  • Personal: rund 740 Gesamtbelegschaft
    • Ausbildungsquote: 4,8 % (ca. 36 Azubis in 5 Berufsfeldern)
    • rund 320 Mitarbeiter unter Tage
    • rund 420 Mitarbeiter über Tage

Werksleiter Martin Ebeling

  • seit 2016: Werksleiter Neuhof-Ellers
  • davor Leiter Produktion und Technik (K+S KALI GmbH, Grubenbetrieb, Kaliwerk Sigmundshall)
  • Leiter Produktion (K+S KALI GmbH, Grubenbetrieb Hattorf-Wintershall, Kaliwerk Werra)

Termine & Events

18. August 2017 – Haldenkonzert „Music on Top“

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