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Die Kompetenz in Kalium und Magnesium

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Wenn der Monsunregen in Indien ausbleibt – Kali sichert Erträge und erhält die Bodenfruchtbarkeit auch unter ungünstigen Wachstumsbedingungen

In den subtropischen und tropischen Regionen Indiens hängen die Erträge landwirtschaftlicher Kulturen stark vom Monsunregen ab. Bleiben die Niederschläge aus oder fallen sie, wie in diesem Jahr, zum ungünstigen Zeitpunkt, ist ein deutlicher Rückgang der pflanzlichen Produktion zu erwarten. Zu den ungünstigen Klimaverhältnissen kommt auf vielen Böden in Indien ein ausgeprägtes Nährstoffdefizit. Besonders Kalium (K) ist auf den meisten Standorten im Mangelbereich.

 

Von allen Nährelementen hat Kalium jedoch die weitreichensten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und damit auf die Dürreresistenz der Pflanzen. Kalium reguliert den Wasserhaushalt der Pflanzen und schützt die Bestände so vor dem Austrocknen. Damit kann auch unter ungünstigen Wachstumsbedingungen die Ertragsfähigkeit der Pflanzen auf einem hohen Niveau gehalten werden.

 

Kalium spart Wasser

Eine unausgeglichene, N-betonte Düngung [zu viel Stickstoff (N), zu wenig Kalium (K)] kann in den von Trockenheit betroffenen Gebieten Indiens die Situation zusätzlich verschlimmern. Das zu weite Verhältnis von N und K in der jetzigen Düngepraxis entspricht nicht den Anforderungen der Pflanzen. Stickstoff fördert das Pflanzenwachstum nur bei ausreichenden Niederschlägen, in Trockenperioden ist eine einseitige N-Düngung weitgehend wirkungslos. Zahlreiche Feldversuche weltweit haben die positiven Auswirkungen einer ausgewogenen NPK-Düngung bestätigt. Je höher die Kaliumversorgung, desto geringer sind die mit der Trockenheit verbundenen Ertragsrückgänge. Bei Sommergerste führte eine hohe Kaliumdüngung in einem sehr trockenen Jahr zu einem zusätzlichen Anstieg der Erträge um + 80 %, wohingegen der Ertragszuwachs in einem „normalen”, niederschlagsreicherem Jahr sehr viel niedriger war (+ 25 %).

 

Neue Untersuchungen haben ergeben, dass K auch einen positiven Einfluss auf die Wasserhaltefähigkeit des Bodens hat. Durch eine K-Düngung konnte die Wasserspeicherung im Boden um 14 % gesteigert werden, was etwa 30 mm zusätzlichem Niederschlag entspricht.

 

Die Bodenfruchtbarkeit wird durch Kalium also entscheidend verbessert und auch in Zeiten ungünstiger Wachstumsbedingungen erhalten. Das alte Sprichwort „Kalium spart Wasser” ist deshalb immer noch gültig. Eine ausreichende Kalidüngung kann die indischen Landwirte deshalb vor den durch Trockenheit bedingten Ertragsverlusten schützen.

 

Bei Salzbelastung des Bodens und für chloridempfindliche Kulturen ist Kaliumsulfat der bevorzugte Kaliumdünger

Bei Trockenheit und geringer Bodenfeuchte kommt es oft zu hohen Salzkonzentrationen im Boden (Salinität). Als Folge davon kann die Pflanze nicht genug Wasser aufnehmen und die Erträge gehen deutlich zurück. Unter diesen Bedingungen sollte Kaliumsulfat verwendet werden, das nahezu chloridfrei ist und damit nicht zur Versalzung des Bodens beiträgt. Besonders wichtig ist der geringe Chloridgehalt bei empfindlichen Kulturen wie Obst und Tabak. Kaliumsulfat liefert, zusätzlich zum Kalium, den wichtigen Nährstoff Schwefel (S) in einer pflanzenverfügbaren Form.

 

Auswirkungen auf die Qualität der Pflanzen

In indischen Feldversuchen wurde wiederholt gezeigt, dass mit Kaliumsulfat die Qualität von hochwertigen Kulturarten wie Obst, Gemüse oder Tee verbessert werden konnte. Qualitätsmerkmale wie Fruchtfarbe, Zuckergehalt und Geschmack wurden ebenso verbessert wie die Lagerfähigkeit der Produkte. In Indien wurden in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit von der Indian Potash Limited (IPL) und K+S KALI GmbH Kaliumsulfatversuche an Tee, Mangos, Bananen, Ananas, Granatäpfeln, Chili, Zwiebeln, Kartoffeln und Tomaten durchgeführt.

 

Fazit

Wenn der Monsunregen in Indien ausbleibt, ist die indische Landwirtschaft, bedingt durch die schlechte Kaliversorgung der Böden, doppelt gestraft. Entscheidende Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und zur Sicherung der Erträge bei knapper Wasserversorgung durch eine nachhaltige Steigerung der Kalidüngung sind nach wie vor nicht erkennbar. Das heutige Kalidüngungsniveau liegt weit unter den Erfordernissen zur Erreichung eines ausgeglichenen NPK-Verhältnisses. Unter salinen Bedingungen und bei Anbau von hochwertigen Kulturen (cash crops) könnten Ertrag und hohe Qualität durch Kaliumsulfat zusätzlich gesichert bzw. gesteigert werden.

 

Dr. Georg Ebert

Agronom der Landwirtschaftlichen Anwendungsberatung der K+S KALI GmbH in Kassel, Deutschland

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