Heißlöseverfahren

Das Heißlöseverfahren basiert auf dem temperaturabhängigen Löseverhalten. Während sich Steinsalz in Wasser unabhängig von dessen Temperatur gleichermaßen gut löst, steigt die Löslichkeit von Kaliumchlorid mit der Temperatur.

 

Nimmt beispielsweise ein Liter Wasser bei 25º Celsius nur 137 Gramm Kaliumchlorid auf, sind es bei 95º schon 265 Gramm je Liter. 

 

Heißlöseverfahren

 

Um Kali aus dem Rohsalz herauszulösen, wird eine Salzlösung, die an Stein- und Kalisalz gesättigt ist, erwärmt. Nach der Erwärmung bleibt die Lösung an Steinsalz gesättigt, das Lösevermögen für Kali nimmt jedoch mit steigender Temperatur zu.

 

Nun wird der heißen Lösung Rohsalz zugemischt, die Kaliumminerale gehen in Lösung und das Steinsalz bleibt als Feststoff ungelöst.

 

Durch Filtern oder Schleudern und Nachklären wird das feste Steinsalz abgetrennt. Aus der heißen, klaren Lösung wird dann durch Abkühlung in Vakuum­kristallisations­anlangen ein Kaliumchlorid mit einer Reinheit von bis zu 97 Prozent gewonnen.

 

Heißlöseverfahren-Schema

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