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02.01.2018

REKAL-Anlage im Werk Sigmundshall: Antrag für Weiterbetrieb vorgelegt

Die seit 1995 im Verbund mit der Kaliproduktion betriebene REKAL-Anlage (REcycling KALi) soll nach der Stilllegung des Werkes Sigmundshall, die für Ende 2018 festgelegt wurde, bis zum Abschluss der Haldenabdeckung im bisherigen Umfang weiter betrieben werden. Damit können für mindestens 15 Jahre rund 50 Arbeitsplätze erhalten werden.

Das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren ist auf Grund der gesetzlichen Regelungen vorgeschrieben und umfasst auch einen Antrag nach dem Bundes Immissionsschutz Gesetz sowie eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Das LBEG wird die Öffentlichkeit am Verfahren beteiligen. Die Auslegung der Antragsunterlagen wird gesondert bekannt gegeben.

Über das Kaliwerk Sigmundshall

Das Kaliwerk Sigmundshall der K+S KALI GmbH befindet sich in der Region Hannover in unmittelbarer Nähe des Steinhuder Meeres. Es nahm bereits 1898 den Betrieb auf und ist inzwischen das letzte produzierende Kalibergwerk in Niedersachsen. Eine Besonderheit der dortigen Salzlagerstätte ist die so genannte „steile Lagerung“, die ein spezielles Abbauverfahren erfordert. Die Produktpalette des Werkes umfasst zum einen kalium- und magnesiumhaltige Düngemittel, zum anderen werden aus dem Rohsalz auch Produkte für industrielle Anwendungen (z. B. für die Elektrolyse) erzeugt. Wegen der zu Ende gehenden Rohstoffvorräte ist die Produktion des Werkes inzwischen unwirtschaftlich geworden, so dass die Stilllegung der Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 beschlossen wurde.

Zum Betrieb gehört eine Anlage zum Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie (REKAL = REcycling KALi). Neben Aluminiumgranulat und Eisenschrott wird in der Anlage auch das in den Schlacken enthaltene Kaliumchlorid zurückgewonnen, das zu einem Verkaufsprodukt weiterverarbeitet wird. Zusätzlich entsteht im Recyclingprozess Ammoniumsulfat, das als Düngemittel Verwendung findet. Der verbleibende REKAL-Rückstand wird zu einem Substrat gemischt, mit dem die Rückstandshalde abgedeckt wird.

Die REKAL-Anlage – Daten und Fakten

  • Betriebsbeginn: 1995
  • Mitarbeiter (einschl. Haldenbewirtschaftung): ca. 50
  • Verarbeitungskapazität Aluminiumsalzschlacken gesamt: 120.000 (t/a)
  • Rückgewinnung Aluminiumgranulat/Metallschrott: 8.500 (t/a)
  • Rückgewinnung Kaliumchlorid: 15.000 (t/a)
  • Rückgewinnung Ammoniumsulfat: 5.500 (t/a)

 

Zum Werk Sigmundshall

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