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Die weltweiten Kalivorkommen

Entstanden sind sie vor mehreren hundert Millionen Jahren, entdeckt wurden sie erst 1856: In einer deutschen Steinsalzlagerstätte stieß man weltweit zum ersten Mal auf Kalisalze. Mit der Förderung wurde bereits 1861 begonnen, denn die Kalisalze hatten sich schnell als leistungsstarkes Düngemittel erwiesen. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb der Kalibergbau auf Deutschland begrenzt; vor allem ab den 1930er Jahren wurden dann auch im europäischen Ausland und in Übersee viele Kalilagerstätten erschlossen.

Die großen Vorkommen liegen zumeist nördlich des Äquators

Experten schätzen, dass die weltweit bekannten geologischen Kalivorkommen rund 210 Milliarden Tonnen K2O (Kaliumoxid als Maßzahl für den Kaligehalt) betragen und bis zu 16 Milliarden Tonnen davon mit heutiger Technik gewinnbar sind. Rund 60 Prozent der Weltkalivorräte liegen in der kanadischen Provinz Saskatchewan; die gewinnbaren Vorräte dort belaufen sich auf nahezu 10 Milliarden Tonnen K2O. Das zweitgrößte Kalivorkommen befindet sich in Russland (bis zu 2,2 Milliarden t K2O); an dritter Stelle liegen die Lagerstätten in Weißrussland (bis zu 1,0 Milliarden t K2O). Viertgrößtes Vorkommen sind die deutschen Lagerstätten mit gewinnbaren Vorräten von bis zu 0,8 Milliarden Tonnen K2O.

 

Weitere Kalivorkommen sind unter anderem in den USA, England, Spanien, Brasilien, Italien und im Kongo erschlossen worden, und es gibt Bestrebungen, auch Kalivorkommen etwa in Argentinien, Thailand und Äthiopien abzubauen. Neben den festen unterirdischen Lagerstätten existieren Kalivorkommen in Form von Salzlösungen. Sie sind im Untergrund oder in Salzseen gespeichert. Größtes Vorkommen dieser Art ist das Tote Meer.

 

Je nach Lagerstätte sind die Erschließung und der Abbau von Kalivorkommen mit großem technischem Aufwand und hohen Investitionen verbunden. Vor allem eine steile oder halbsteile Lagerung der Vorkommen, die für viele deutsche Kalilagerstätten charakteristisch ist, erfordert anspruchsvolle Gewinnungsverfahren.

Besonderheit der deutschen Lagerstätten

Alle größeren festen Kalilagerstätten auf der Erde sind marinen Ursprungs, entstanden durch die Verdunstung von Meerwasser. Im Gegensatz zum weltweit üblichen Chlorid-Typ der Kalivorkommen gehören die deutschen Lagerstätten zum besonderen Sulfat-Typ, der sich durch zusätzliche Magnesiumsulfat-Mineralien im Rohsalz auszeichnet. Die ältesten der gegenwärtig für die Gewinnung genutzten Kalivorkommen haben sich vor rund 350 bis 400 Millionen Jahren im Zeitalter des Devons entwickelt. Sie befinden sich in Kanada und Weißrussland. Die Vorkommen in Deutschland, England und Russland sind vor etwa 250 bis 280 Millionen Jahren während des Perms entstanden. In der Kreidezeit vor rund 120 Millionen Jahren haben sich die Lagerstätten an der Nordostküste Brasiliens und der Westküste Afrikas im Kongo entwickelt. Die Vorkommen im Elsass, in Nordspanien und auf Sizilien sind mit einem Alter von 20 bis 40 Millionen Jahren vergleichsweise jung.

 

Mit Potash One hat K+S mehrere Kali-Explorationslizenzen im kanadischen Saskatchewan erworben. In einer dieser Lizenzen wird das Legacy Projekt entwickelt, dessen Produktionsstart für Sommer 2016 vorgesehen ist

 

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