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Die „Farmer Learning Platforms“ im Projekt „Growth for Uganda“

Im April 2013 hat die K+S KALI GmbH zusammen mit der Sasakawa Africa Association (SAA) das Projekt „Growth for Uganda“ gestartet. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von bis zu 50.000 Kleinbauern-Familien im Norden von Uganda. Durch eine intensivere landwirtschaftliche Beratung, die Bereitstellung von Produktionsmitteln und Hilfe beim Marktzugang sollen die Produktivität der Farmer erhöht und ihre Eigenversorgung mit Lebensmitteln sowie ihre Einkommenssituation verbessert werden. Die Vermittlung von ressourcenschonenden Produktionsmethoden und die Förderung der Bodenfruchtbarkeit gehören ebenso zu den Zielen des Projektes.

Die Wirkung von Düngung erlebbar machen

Ein zentraler Baustein der Beratungsarbeit von SAA ist die so genannte Farmer Learning Platform (FLP). Die FLP beinhaltet drei Hauptelemente:

  1. Partizipative Unterrichtseinheiten mit gut ausgestatteten Beratern und den Bauern,
  2. Felddemonstrationen, die als Anschauungsobjekte für die Wirkung des Einsatzes verbesserter Technologien dienen sowie
  3. kontinuierliche Beobachtung und Evaluierung der Aktivitäten, Feedback und Unterstützung durch Experten.

Um speziell die Auswirkung der Düngung auf den Ernteertrag erlebbar zu machen, werden von den Kleinbauern und Beratern gemeinsam drei verschiedene Anbauvarianten praktiziert: der traditionelle Anbau in der Regel ohne Mineraldüngung sowie zwei Düngevarianten, bei denen über den Einsatz von Mineraldüngemitteln Stickstoff (N), Kalium (K) und Phosphor (P) zugeführt werden. Bei den Düngevarianten wird zwischen einer von den nationalen Forschungsinstituten empfohlenen Gabe (empfohlene Düngepraxis) und einer im Vergleich zum traditionellen Anbau verbesserten Düngepraxis, die 50 % der empfohlenen Düngung entspricht, unterschieden. Letztere eignet sich für mit weniger Ressourcen ausgestattete Kleinbauern.

 

So werden den Kleinbauern verschiedene Optionen aufgezeigt, die von ihnen in Abhängigkeit der verfügbaren Ressourcen umgesetzt werden können. Die wichtigste Botschaft jedoch ist, dass Möglichkeiten zur Erhöhung der Produktivität bestehen und dass der Einsatz von Düngemitteln, beste Anbaupraxis und der Aufbau von Kapazitäten eine Subsistenzwirtschaft in einen profitablen Landwirtschaftsbetrieb verwandeln können. Nährstoffverluste können reduziert und die Bodenfruchtbarkeit aufgebaut werden, um auf lange Sicht die Nachhaltigkeit und Produktivität des Anbaus zu gewährleisten.

 

 

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